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    Würzburg

    Einblicke in die Bedeutung der Frömmigkeitsformen

    In Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg ist derzeit die Ausstellung "Reliquien und Reliquiare" zu sehen. Das Foto zeigt Professor Dr. Johannes Merz (links, Kanzler der Kurie) und Dr. Norbert Kandler bei der Eröffnung. Foto: Matthias Habermann

    Eine Ausstellung zum Thema „Reliquien und Reliquiare“ ist in Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg eröffnet worden. Die vom früheren Archivoberrat im Kirchendienst Dr. Norbert Kandler konzipierte Ausstellung zeigt Objekte aus der Reliquien- und Heiligenverehrung und gibt Einblicke in die Bedeutung und Vielschichtigkeit der liturgischen und privaten Frömmigkeitsformen, heißt es in einem Schreiben der Pressestelle des Ordinariates Würzburg.

    Das Archiv und die Bibliothek des Bistums Würzburg verwahren zahlreiche Sammlungen aus dem Bereich der katholischen Frömmigkeit. Die Sammlung „Reliquien und Reliquiare“ umfasst derzeit etwa 200 Objekte, erläuterte Kandler. Jährlich pilgerten katholische Gläubige zu den Orten, an denen Reliquien von Heiligen aufbewahrt werden. Reliquien- und Heiligenverehrung sei immer auch Verehrung Gottes selbst.

    In Würzburg spiele besonders die Reliquienverehrung der Bistumsheiligen Kilian, Kolonat und Totnan eine bedeutende Rolle. In der Ausstellung ist daher beispielsweise eine Metalltruhe aus dem 17. Jahrhundert zu sehen, in der die Häupter der Frankenapostel während des Zweiten Weltkrieges ausgelagert waren. Die in der Ausstellung präsentierten Reliquien und die teilweise aufwändige Beschaffenheit der gezeigten Reliquiare machten die lange Tradition, Bedeutung und Vielfalt der Heiligenverehrung im Bistum Würzburg sichtbar.

    Die Ausstellung ist bis Freitag, 16. November, im Foyer von Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg, Domerschulstraße 17, 97070 Würzburg, zu besichtigen. Öffnungszeiten sind jeweils montags und dienstags von 9 bis 16 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 9 bis 18.45 Uhr. Führungen finden jeweils mittwochs um 17.30 Uhr statt.

    Bearbeitet von Susanne Vankeirsbilck

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