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    Würzburg

    Eine Fahrradbrücke über den Main mit Seilbahn-Anbindung?

    Engstelle Löwenbrücke: um Radfahrern und Fußgängern eine sicherere Main-Überquerung zu ermöglichen, gibt es mehrere Vorschläge. Foto: Thomas Obermeier

    Jahrelang hat sich an der Engstelle Löwenbrücke, die sich Autofahrer, Straßenbahn, Fußgänger und Radfahrer teilen müssen,nichts getan - jetzt kommen die Vorschläge für eine gefahrlosere Überquerung Schlag auf Schlag. Den aktuellsten liefert die Wählergemeinschaft Zukunft für Würzburg  (ZfW), den Stadtrat Wolfgang Baumann an diesem Mittwoch den Bürgern vorstellen will.

    Von der Brücke in die Seilbahn 

    "Wir brauchen eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke, kombiniert mit einer Seilbahn zur Festung", hat Baumann die öffentliche Einladung zur Erläuterung der Pläne und zu einem Rundgang an der Mainlände überschrieben. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der "Mainkuh" am Willy-Brand-Kai. Bei dem Ortstermin will der Stadtrat zusammen mit ZfW-Vorstandsmitglied Michel Kraus erklären, wo nach den ZfW-Vorstellungen die neue Brücke über den Main enstehen soll. An  deren Endpunkt wäre gleichzeitig die Basis für eine Seilbahn, die vor allem die Touristen von der Stadtseite aus hoch zur Festung bringen könnte.     

    Man habe Wert darauf gelegt, eine sichere Radverkehrsbrücke, kreuzungsfrei zum Autoverkehr, zu entwickeln, schreibt Baumann. "Zudem stellt unser Vorschlag einen unterbrechungsfreien Zugang für Touristen zur Festung und einen weiteren Fußgängerüberweg, zusätzlich zur Alten Mainbrücke, sicher." Diese Vorstellungen will Baumann am Mittwoch mit interessierten Bürgern diskutieren.     

    Es gibt bereits drei Vorschläge

    Der ZfW-Vorschlag ist mittlerweile die vierte Variante für eine gefahrlosere Main-Überquerung. Bereits vor einigen Wochen hatte Oberbürgermeister  Christian Schuchardt den Vorschlag beziehungsweise Antrag der CSU-Stadtratsfraktion für eine eigene Radfahrer- und Fußgängerbrückenahe der Löwenbrücke als "die beste Lösung" bezeichnet. Dann legte die SPD nach und brachte einen an der Brücke angehängten Steg für Fußgänger und Radfahrer ins Spiel.

    Kurz darauf machte die ÖDP-Fraktion den Vorschlag, eine der drei Autospuren zu kappen und die Straba-Gleise zu verlegen, um mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Verbunden ist dieser Vorschlag mit dem Wunsch, auf der Suche nach der besten Lösung alle Varianten zu untersuchen.                 

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