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    Estenfeld

    Eine Satzung für Estenfelds Altort

    Um den ortstypischen Charakter des Altortes von Estenfeld zu erhalten, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Gestaltungssatzung aufgestellt. Sie gilt über den Altort hinaus auch für die älteren Häuser entlang der Würzburger Straße. Zusammen mit der Satzung ist auch ein Leitfaden erstellt, der die Satzung in den einzelnen Punkten ergänzt und das sein soll, was sein Name aussagt: eine Anleitung, was wie an welchen Gebäuden und/oder Gebäudeteilen zu sanieren oder zu erhalten ist.

    Grundlage dafür ist das ISEK-Verfahren (integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept), an dem die Bürger in mehreren Workshops aktiv mitgearbeitet hatten. Somit war der Beschluss eine reine Formangelegenheit, und um die Räte und Bürgermeisterin Rosi Schraud über das weitere Vorgehen zu informieren, stellte Eva Mohr vom Planungsbüro Schlicht & Lamprecht die Satzung in der Ratssitzung vor.

    Die Satzung, sagt sie, sei verbindlich, der Leitfaden ergänzend. Für die privaten Hauseigentümer sind finanzielle Anreize gesetzt: pro Anwesen können bis zu 15 000 Euro gezahlt werden. Was in der Sitzung nicht gesagt wurde, aber allgemein für private Förderungen gilt: vor dem Kauf des ersten Sackes Zement oder der ersten Packung Nägel sollte unbedingt die Gemeindeverwaltung kontaktiert werden. Denn erst nach einer schriftlichen Förderzusage fließt auch das Geld. Was vorher für die Sanierung angeschafft wurde, muss aus eigener Tasche finanziert werden.

    Kartausenwiese in Programm aufgenommen

    Auf Anregung der Bürgermeisterin nahm der Rat auch die Kartausenwiese mit in das Programm auf. "Das wäre dann die Verbindung des Bürgerparks mit dem Areal der Weißen Mühle", so Rosi Schraud. Insgesamt bezieht sich die Gestaltungssatzung nicht nur auf die Gebäude, sondern auch auf die Straßen und alle Verkehrsflächen, also auch Parkplätze.

    Ergänzend zur Gestaltungssatzung beschloss der Rat auch das Gebiet "Soziale Stadt Estenfeld". Dabei handelt es sich um ein Programm der deutschen Städtebauförderung, mit dem der Bund seit 1999 "die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile" stärken will, heißt es auf der Internetseite der Städtebauförderung.

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