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    Kirchheim

    Eine große Streuobstwiese als Ausgleich

    Eine große, geschlossene Fläche am Gaubüttelbrunner Schindplatz wird zu einer fränkischen Streuobstwiese umgebaut. Insgesamt 20100 Quadratmeter groß, sollen davon 18600 Quadratmeter als Ausgleich für das Kirchheimer Neubaugebiet "Am Schoppen" herangezogen werden. Außerdem dient sie als Ausgleichsfläche für den Neubau einiger Geh- und Radwege sowie für den Bebauungsplan "Am Sportplatz" in Gaubüttelbrunn.

    Möglich wird die Bündelung der Ausgleichsflächen dadurch, dass der Gemeinderat vor kurzem einer Änderung des Bebauungsplans "Am Schoppen" zugestimmt hat. Seit 2005, als er aufgestellt wurde, war der Kirchheimer Rosenberg als Ausgleich für die Erschließung vorgesehen. Auch endet der bisherige Pachtvertrag für die Gemeindefläche zum Jahresende. In die Planungen ist die Landschaftsarchitektin Miriam Glanz federführend eingebunden. Schon jetzt besteht auf einem Teil der Fläche unweit des westlichen Ortsrandes von Gaubüttelbrunn an der Kreisstraße Richtung Bahnhof Gaubüttelbrunn ein Biotop.

    Das übrige noch als Ackerland genutzte Gebiet soll durch die Neuanpflanzung von Obstbäumen ökologisch aufgewertet werden. Für die großflächige Streuobstwiese ist die Neuanpflanzung regionaltypischer Obstbäume vorgesehen, aber auch von seltenen Wildobst-Bäumen wie Wildbirne, Walnuss, Speierling, Elsbeere, Vogelkirsche oder Mehlbeere. Auch sollen eine Salbei-Glatthaferwiese sowie zwei Blühstreifen angesät sowie mehrere Lesesteinhaufen aus Bruchsteinen angelegt werden. Ehemals weit verbreitet, zählt dieser Wiesentyp heute zu den am stärksten gefährdeten Wiesentypen. Für die Beweidung ist ein örtlicher Schäfer vorgesehen.

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