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    Kürnach

    „Einheitsbuddeln“ in Kürnach

    Die „Pflanzparty-Teilnehmer“ Erhard Reiniger (ganz links) und Martin Degenbeck (rechts vom Baum) vom Bund Naturschutz, sowie MdL Kerstin Celina (links vom Baum). Foto: Matthias Demel

    Vom Norden bis in den Süden, vom Osten in den Westen – an vielen Orten in Deutschland haben Menschen teilgenommen an der Aktion „Einheitsbuddeln“, die das Land Schleswig-Holstein initiiert hatte. Das Bundesland Schleswig-Holstein, das in diesem Jahr für die Ausrichtung der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit zuständig war, hatte laut einer Pressemitteilung dazu aufgerufen, in ganz Deutschland Bäume zu pflanzen, gegen das Waldsterben und gegen den Klimawandel.

    Ziel der Initiatoren ist es, eine Tradition zum Nationalfeiertag in Deutschland zu begründen: "Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Für das Klima. Und für dich und deine Familie. Für unsere Zukunft", lautet demnach das Motto der Aktion.

    Resistente Sorte gewählt

    Auf Anregung der Kürnacher Landtagsabgeordneten Kerstin Celina ergriff der Bund Naturschutz in Kürnach die Initiative und veranstaltete eine Pflanzaktion auf dem eigenen Pacht-Grundstück, der Streuobstwiese in Kürnach. Passend zum Tag der Deutschen Einheit wurde die Sorte „Rewena“ ausgewählt, eine in Dresden-Pillnitz zu DDR-Zeiten in den 80er Jahren gezüchtete Sorte, heißt es im Pressebericht. Um die Apfelsorten resistent zu machen gegen Schorf, Mehltau und andere Krankheiten, wurden in den 1970er Jahren beginnend Wildapfelgene eingekreuzt. „Die DDR-Apfelzüchtung war bahnbrechend für ganz Europa, da man sich hier mangels Alternativen an Südfrüchten auf die Stärkung des heimischen Obstsortiments konzentriert hat“, erläuterte Martin Degenbeck vom Bund Naturschutz und erklärte, dass diese resistenten Apfelsorten derzeit an sieben Standorten in Unterfranken auf ihre Tauglichkeit für den extensiven Streuobstbau getestet werden.

    Für die Kürnacher Landtagsabgeordnete und die Bund Naturschutzmitglieder war noch ein zweites Argument entscheidend für die Wahl: Die Sorte "Rewena" ist ein aromatischer Herbstapfel, der sowohl zum Frischverzehr als auch für Saft gut geeignet ist.

    Bearbeitet von Lena Bayer

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