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    ALTERTHEIM

    Einige Anwohner in Altertheim sind seit fast zwei Jahren ohne Internet-Anschluss

    Im Neubaugebiet „Am Michelsberg“ in Altertheim sind die Ports für Internet und Telefon knapp knapp. Darum warten Anwohne... Foto: Matthias Ernst

    Rund 320 Haushalte in den Teilgemeinden von Altertheim können ab sofort mit bis zu 50 Mbit/s im Internet surfen, telefonieren oder fernsehen. Und das alles gleichzeitig, so Andreas Schardt, Infrastrukturvertrieb Süd Deutsche Telekom, beim Startschuss in Oberaltertheim.

    Zusammen mit seinem Kollegen Klaus Markert und Bürgermeister Adolf Hemrich sei man froh, dass die Zukunft jetzt auch in Altertheim angekommen sei. Rund sieben Kilometer Glasfaserkabel und vier neue Verteiler wurden aufgestellt oder mit moderner Technik aufgerüstet.

    Der „Nahausbau“ in Unteraltertheim in einem Radius von 550 Meter um die alte Vermittlungsstelle beginnt in Kürze. Hier sind dann Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s möglich. Für 2018 plant die Telekom die Verlegung von 60 000 Kilometern Glasfaserkabel (2017: 40 000) in ganz Deutschland. Man investiere jährlich rund fünf Milliarden Euro in den Ausbau der eigenen Netze, so der Vertriebsmann.

    Die neuen Tarife können ab sofort gebucht werden, forderte Schardt die Einwohner Altertheims auf, sich mit dem Vertrieb der Deutschen Telekom in Verbindung zu setzen.

    Doch nicht alle kommen derzeit in den Genuss der neuen Technik. Vor allem im Neubaugebiet „Am Michelsberg“ herrscht Unmut. Matthias Götzelmann hat seinen Neubau bereits 2016 bezogen und bis heute weder einen Telefonanschluss noch einen Internetzugang in seinem Haus.

    Immer wieder vertröstet

    Auch bei seinen Nachbarn sieht es nicht besser aus, berichtet er in einem Gespräch mit dieser Redaktion. Er telefoniere beinahe wöchentlich von seinem Handy mit den Mitarbeitern der Deutschen Telekom. Doch jedes mal werde er vertröstet oder man verweise ihn an die Gemeinde. „Auch mit der habe ich schon viele Gespräche geführt“. Dort schickt man ihn allerdings immer wieder zur Telekom zurück, denn die sei schließlich für den Anschluss zuständig.

    Zehn Ports für 30 Bauplätze

    Die Netzabschlussdose liege schon im Keller, aber genutzt werden könne sie nicht. Schuld, so hat Götzelmann mittlerweile herausbekommen, sei eine zu knappe Belegung des Verteilerkastens. Dort, so ein Mitarbeiter der Telekom, seinen nur zehn Ports für das Neubaugebiet vorgesehen worden. Allerdings sind dort 30 Bauplätze für Wohnen und Gewerbe geplant.

    Die Gemeinde habe zu wenige Ports angefordert, wiederholt Götzelmann die Aussagen des Servicemitarbeiters. Die Gemeinde und auch die Verwaltungsgemeinschaft Kist/Altertheim weist dies jedoch entschieden zurück. Wo nun der Fehler gemacht wurde, ist dem Hausbesitzer letztlich egal. Er und seine Nachbarn wollen nur endlich telefonieren und im Internet surfen können. Bürgermeister Adolf Hemrich hatte sich bei den Informationsveranstaltungen über das neue schnelle Internet in Altertheim persönlich bei den Vertriebsmitarbeitern erkundigt und die Aussage erhalten, dass Ende März auch das Gebiet „Am Michelsberg“ versorgt werden wird. Doch darauf verlässt sich Götzelmann, der an den Beratungsterminen beruflich verhindert war, nicht mehr.

    Zu oft wurden ihm schon Termine genannt, an denen sein Hausanschluss ans Telefonnetz angeschlossen und freigeschaltet werden sollte. Ihm wurde in einem kürzlich zugestellten Schreiben mitgeteilt, dass die Freischaltung im April vorgesehen sei.

    Er hofft durch die Umstellung auf schnelles Internet in der Gemeinde noch immer, dass sein Anschluss möglichst schnell kommen wird. „Immer mit dem Handy zu telefonieren oder im Internet zu surfen ist ganz schön leidig“.

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