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    Rottendorf

    Einmal Landtagspräsidentin sein

    Das Foto zeigt die Gruppe zusammen mit der Abgeordneten Kerstin Celina (vorne), der Jugendzentrumsleiterin Ruth Braun un...

    Der Plenarsaal des Bayerischen Landtages bleibt auch in der Sommerpause nicht immer unbesetzt. Jugendliche aus Rottendorf nahmen die Plätze ein, die üblicherweise Abgeordnete füllen. Als Belohnung für ihr Engagement im Jugendrat der Gemeinde Rottendorf machten 19 Jugendliche mit der Leiterin des Jugendzentrums, Ruth Braun, und Bürgermeister Roland Schmitt einen Ausflug in die Landeshauptstadt München. Dabei besuchten sie den Bayerischen Landtag und wurden dort von der Abgeordneten Kerstin Celina empfangen. Auf dem Rundgang durch das Maximilianeum erfuhr die Gruppe etwas über die Geschichte des Gebäudes, das seit 1949 den Bayerischen Landtag beherbergt, bestaunten die imposanten Leinwandbilder und den herrlichen Blick auf München aus dem Fenster des Steinernen Saals.

    Höhepunkt der Führung mit Kerstin Celina war laut einer Pressemitteilung der Plenarsaal. Die Jugendlichen durften nicht nur auf den Abgeordnetenplätzen sitzen, sondern auch auf dem Stuhl der Landtagspräsidentin Platz nehmen. Nach dem Rundgang ging es in den Sitzungsraum der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Die Möglichkeit im Sitzungssaal der Fraktion mit Mikrofon Fragen stellen zu dürfen und auf alle eine Antwort zu bekommen, fanden die Jugendlichen sehr beeindruckend,“ so die Leiterin des Jugendzentrums, Ruth Braun. Die Gruppe war vor allem interessiert daran, wie man als Politikerin Familie und Beruf vereinbart, was die Arbeit alles genau beinhaltet und ob Celina noch aufgeregt sei bei Reden im Landtag.

    Dass die Rottendorfer Jugendlichen sehr politisch interessiert sind, kommt nicht von ungefähr. Alle der 11- bis 14-Jährigen engagieren sich im Jugendrat und haben somit schon Erfahrung gesammelt, wie man von einer Idee zu einer gemeinsamen Entscheidung kommt und diese im Gemeinderat so erfolgreich vertritt, dass sie umgesetzt wird. „Uns ist es wichtig, mit unseren Jugendlichen im Ort in Kontakt zu stehen und diese auf vielfältige Weise mit einzubinden“, so Roland Schmitt, der vor einem Jahr mit der Einberufung einer Jugendversammlung den Grundstein für die Gründung des Jugendrates legte. „Es ist schön zu sehen, wie viele mit Begeisterung mitmachen“, freut sich die Abgeordnete Kerstin Celina. „Das Engagement der Kinder und Jugendlichen im Jugendrat der Gemeinde Rottendorf ist ein gutes Beispiel für gelungene Jugendbeteiligung auf kommunaler Ebene. Der Jugendrat ermöglicht politische Mitbestimmung, ist motivierend und zeigt, wie man in die Politik reinwachsen kann.“

    Lena Berger

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