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    Kürnach

    Einzug in die neue BRK-Unterstellhalle

    Umrahmt von Ehrengästen pflanzen Thomas Eberth (Bürgermeister und BRK-Kreisvorsitzender, links unten) und Martin Falger (BRK-Kreisbereitschaftsleiter) einen roten und einen weißen Rosenstock vor der neuen Unterstellhalle. Foto: Guido Chuleck

    Der Segen der Pfarrer Frank Hofmann-Kasang (evangelisch) und Joachim Bayer (katholisch), ein Schlüssel in Form eines Brotes und das Anpflanzen eines weißen und eines roten Rosenstockes: Die Vorzeichen für die neue Unterstellhalle des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Kürnach waren gut. Nachdem der Spatenstich vor ziemlich genau einem Jahr erfolgt war, feierten jetzt die Mitarbeiter des Roten Kreuzes, der direkt benachbarten Feuerwehr, Bürgermeister, Gemeinderäte und die Bevölkerung die neue Unterstellhalle.

    "Es wächst zusammen, was zusammen gehört", eröffnete Kürnachs Bürgermeister Thomas Eberth in Anlehnung an eines der berühmtesten Zitate eines ehemaligen deutschen Bundeskanzlers das "Blaulichtzentrum Kürnach". Wobei es kein echtes Zentrum ist. Vielmehr werden nun die Feuerwehr und das Rote Kreuz miteinander ausrücken können, wenn es darum geht, Hilfe zu leisten. In der Unterstellhalle, die ohne jegliche öffentliche Förderung, sondern allein aus der Kasse der Gemeinde gezahlt wurde, haben der in Kürnach stationierte Krankenwagen und Sanitätsmaterial für Großschadensfälle Platz. Neu im Fuhrpark des BRK sind drei Blaulicht-Quads, die bei Bedarf in alle Teile Unterfrankens gebracht werden, vor allem bei Unwetterlagen.

    Profis und Freiwillige haben zusammengearbeitet  

    In ihre Unterstellhalle brachten die Mitarbeiter des Roten Kreuzes und viele Freiwillige rund 500 Arbeitsstunden für Eigenleistung ein. "Man sieht nicht, wo ein Fachmann und wo ein Hobby-Handwerker gewerkelt haben", sagte der Architekt Stephan Haas. Auch er war begeistert über die Kürze der Bauzeit. Der Spatenstich und das Eintreffen der Baugenehmigung waren ziemlich zeitgleich erfolgt, und das Bauen ging so schnell, "da hat man am Abend gesehen, was man den Tag über geleistet hat".

    Der Kreisbereitschaftsleiter Martin Falger blickte zurück auf die Anfänge des Roten Kreuzes in Kürnach und bot traumhafte Zahlen der damaligen Sanitätskolonne: 80 Männer, 70 Frauen und 90 Jugendliche, in der heutigen Zeit kaum noch denkbar. Die Kürnacher sind schon längere Zeit mit Rottendorf "verbandelt", doch schon vor einiger Zeit wurde der Wunsch nach einer "eigenen Bleibe" laut. Im Dezember 2016 äußerten sie diesen Wunsch beim Gemeinderat, mit dem bekannten Ergebnis der neuen Unterstellhalle.

    "Dass es so schnell gegangen ist, ich kann es immer noch nicht glauben", so Falger. Eberth, der auch Kreisvorsitzender des BRK ist, sprach von einer "beeindruckenden Geschichte des Roten Kreuzes in Kürnach" und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.

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