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    Würzburg

    Eisenheim-Prozess startet mit drei Geständnissen

    Zwei Prozesstage sind angesetzt im Prozess um den tödlichen Autounfall von Eisenheim. Gleich zu Beginn gab es vor Gericht Geständnisse. Aber nicht vom Hauptangeklagten.
    Vier junge Männer müssen sich am Dienstag wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung vor dem Amtsgericht in Würzburg verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, für den Tod einer 20-jährigen Fußgängerin verantwortlich zu sein. Foto: Daniel Peter

    Der sogenannte Eisenheim-Prozesses hat am Dienstag mit drei Geständnissen begonnen. Angeklagt sind insgesamt vier junge Männer. Sie waren laut Staatsanwaltschaft in der Nacht auf den 23. April 2017 in einem Auto gesessen, von dem auf einer Verbindungsstraße zwischen Kaltenhausen und Untereisenheim (Lkr. Würzburg) eine 20-jährige Fußgängerin erfasst wurde. Die junge Frau starb wenige Tage später an ihren Verletzungen.

    Der heute 20-jährige Hauptangeklagte, der mutmaßliche Fahrer des Unfallwagens, erklärte zum Prozessauftakt, sich weder an die Fahrt noch an den Unfall erinnern zu können. Seine drei Mitfahrer dagegen räumten ein, dass sie dem Unfallopfer nicht zu Hilfe geeilt waren. Stattdessen hätten sie nach dem Unfall das Auto verlassen und seien letztendlich schlafen gegangen.

    Die Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht in Würzburg wurde am späten Vormittag kurz unterbrochen, wird aber nun fortgesetzt. Ein Urteil wird am morgigen Mittwoch erwartet.

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