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    Eisenheim

    Eisenheims Bürgermeister Andreas Hoßmann tritt nicht mehr an

    Tritt 2020 nicht mehr als Bürgermeister von Eisenheim an: Andreas Hoßmann. Foto: Rainer Weis

    Er dürfte mit über 23 Jahren im Amt einer der dienstältesten Bürgermeister im Raum Würzburg sein, doch ist es keine grundsätzliche Amtsmüdigkeit, die Eisenheims Bürgermeister Andreas Hoßmann jetzt zum Entschluss gebracht hat, nicht mehr für den Chefposten in der Gemeinde anzutreten. "Es ist die Vielzahl kleiner Nadelstiche", sagt er gegenüber dieser Redaktion über seinen Entschluss, der für die Öffentlichkeit überraschend kommt. Verkündet hatte Hoßmann (Unabhängige Wähler) den Verzicht auf die Kandidatur in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. 

    Hoßmann nimmt aggressiven Umgangston gegenüber Amtsträgern wahr

    Hoßmann nimmt, wie er sagt, sowohl aus dem Rat als auch aus der Gemeinde einen Umgangston war, der "deutlich aggressiver" geworden sei: "Ich stelle fest, dass auch der Respekt vor einem Amtsträger stark nachgelassen hat." Wie er sagt, gab offenbar die vorvergangene Gemeinderatssitzung am 26. Juni den letzten Ausschlag für den Entschluss, den Hoßmann schon länger mit sich herum getragen hatte. "In der Sitzung war es wieder mal etwas lauter geworden", berichtet der 54-Jährige. Unmittelbar danach habe er die Mitglieder des Gemeinderates von seinem Verzicht auf eine weitere Kandidatur informiert.

    Hoßmann hatte auch dafür gestritten, aus dem Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters in Eisenheim eine hauptamtliche Stelle zu machen. Mit dieser Debatte habe der Verzicht auf die Kandidatur jedoch nichts zu tun. Zudem hatten die Ratsmitglieder der Installation eines hauptamtlichen Bürgermeisters ab 2020 zugestimmt. Hoßmann, der bei der Wahl 2014 ohne Gegenkandidat im Amt bestätigt wurde, ist im Hauptberuf Verwaltungswirt. 

    In die Amtszeit fiel die Umstrukturierung der Kindergärten

    In seine Amtszeit fielen die Umstrukturierung und Zusammenlegung der beiden Kindergärten von Ober- und Untereisenheim zum Mainkinderhaus mit jetzt 120 Kindern in zwei Kindergartengruppen,  zwei Krippengruppen und einer Hortgruppe. Ferner gehören zu Hoßmanns Amtsbilanz die Dorferneuerung in Unter- und Obereisenheim, der Erhalt der Fähre mit der Einweihung des umgebauten Fahrzeugs mit Rampe im März 2013 und die Idee zum Bau der Tagespflege in Untereisenheim, die im März 2017 ihren in Betrieb aufnahm.

    Derzeit geht es in der Gemeinde um die Fertigstellung des Krippenanbaus, um die übergangsweise Nutzung der Turnhalle im Mainkinderhaus zu beenden. Großer Wunsch des Bürgermeisters war die Einrichtung eines Dorfladens, die sich aber wegen hoher Kosten verzögert hat. Die Verbesserung der Kläranlage ist zwar angeschoben, aber bisher noch nicht in trockenen Tüchern, es müssen noch die verschiedenen Ausbauvarianten geprüft werden.

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