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    Eisingen

    Eisingen bekommt ein neues Dorfzentrum

    Die öffentliche Ausschreibung für das neue Dorfzentrum ist gestartet und der vorzeitige Baubeginn wurde von der Regierung von Unterfranken genehmigt, sagte Bürgermeisterin Ursula Engert auf Anfrage dieser Redaktion. Baubeginn soll Mitte Mai 2019 sein.

    Das Gelände, auf dem das neue Zentrum entsteht, erwarb die Gemeinde Eisingen im Jahr 2013 aus privater Hand. Zunächst wurde es als Provisorium für die Kinderkrippe während des Baus der zweiten Krippengruppe genutzt.

    Von September 2014 bis Ende 2016 diente es als Asylbewerberunterkunft. 2017 lief der Mietvertrag mit dem Landratsamt aus und der Gemeinderat brachte Ende Mai die Planung für den Neubau eines Gemeindezentrums auf den Weg. Zuvor wurden durch mehrfache Bürgerbeteiligungen Wünsche aus der Bevölkerung ermittelt und bei der Planung mit umgesetzt, sagte Engert auf Nachfrage. Im April 2018 wurden das alte Haus und die ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude abgerissen.

    Nach den Plänen sollen nun im Erdgeschoss des neuen Gemeindezentrums eine Bibliothek, eine Krabbelstube und ein achtzig Quadratmeter großer, teilbarer Multifunktionsraum entstehen. Ins Obergeschoss werden eine Hausarzt- und eine Physiotherapiepraxis einziehen. Diese Räume sind laut Planung sowohl über eine Treppe als auch barrierefrei über einen rollstuhlgerechten Aufzug zu erreichen.

    Das Gebäude soll in Massivbauweise mit einem Muschelkalksockel errichtet werden. Nach außen wird das Gebäude mit großzügigem Hofbereich voraussichtlich von einer Mauer und einem Hoftor abgegrenzt.

    Die Kosten für den Neubau belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf circa 2,54 Millionen Euro. Davon seien 450 000 Euro förderfähig, die nach Aussagen der Bürgermeisterin mit 60 Prozent, also 270 000 Euro, gefördert werden. Dies habe die Regierung von Unterfranken im November 2018 mitgeteilt, allerdings unter dem Vorbehalt der Bestätigung des Bundes für das Programm "Soziale Stadt".

    Landschaftsarchitektin Franziska Liebig stellte nun dem Gemeinderat das Konzept für die Außenanlagen vor. Demnach soll das Pflaster so sein wie schon am Place Bernières, die 16 Parkplätze sollen ein großformatiges Pflaster bekommen. Die ersten beiden Pakrlätze seien zum Laden von E-Autos vorgesehen.

    Direkt am Eingang zum Innenhof sind zwei Behindertenparkplätze geplant, wovon nun einer nach Gemeinderatsbeschluss etwas größer werden soll, damit Menschen mit Behinderung bequem ein- und aussteigen können.

    Für die Bepflanzung im Innenhof schlug Liebig einen Blauglockenbaum und schattenverträgliche Pflanzen darunter vor. Im hinteren Bereich des Zentrums wird es einen großen Grünbereich mit verschiedenen Gehölzen, beispielsweise Schmetterlingsflieder, Heckenkirsche, Purpurweide, Felsenbirne und Essigrosen, geben. Die noch bestehende Hecke könnte integriert werden, sagte die Architektin.

    So wenig wie möglich Fläche versiegeln, war das Credo der anschließenden Diskussion im Gremium. Auch das Thema Asphaltierung sollte noch mal geprüft werden, meinte Gemeinderat Hans Kohl (SPD). Laut Gemeinderatsbeschluss sollen die Plätze für E-Autos weiter nach hinten kommen, und es soll noch mal geprüft werden, ob ein versickerungsfähiges Pflaster auf der Parkplatzeinfahrt statt einer  Teerfläche möglich wäre.

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