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    UNTERPLEICHFELD

    Eltern für Mittelschulstandort Unterpleichfeld

    Klarer Standpunkt: Eltern unterschreiben die Aufforderung an die Regierung, schnellstmöglich eine Entscheidung zum Antra... Foto: Irene Konrad

    Die Mittelschüler der Schulhäuser in Estenfeld und Unterpleichfeld sind kurz vor den Sommerferien zunehmend verunsichert. Eine Elternvollversammlung sollte Klärung zur künftigen Klassenbildung bringen. Eingeladen hatten die Elternbeiratsvorsitzenden Birgit Machholz aus Unterpleichfeld und Katja Grieb aus Estenfeld. Ihr Thema: Die Kinder aus den Gemeinden Bergtheim, Estenfeld, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim und Unterpleichfeld möchten einen gemeinsamen Mittelschulstandort in Unterpleichfeld.

    Diese sieben Gemeinden gehören zur Allianz Würzburger Norden. Sie beschäftigt sich seit Januar 2016 intensiv mit dem Schulnetz. Auch der Markt Rimpar gehört zum „Würzburger Norden“. Mit einem gemeinsamen Schulstandort in Unterpleichfeld ist die Marktgemeinde jedoch nicht einverstanden.

    Die Rimparer wollen ihre Mittelschule im Ort behalten. Gespräche und Vermittlungsversuche haben noch keine Lösung gebracht. Außerdem steht seit einem halben Jahr die Entscheidung der Regierung über den Antrag auf Gründung eines neuen Schulverbands aus.

    Kein „Geschachere“ um Schüler

    Die sieben Gemeinden wollen eine zukunftsfähige Schule und „kein Geschachere um Schüler mehr“ „Auch uns Estenfeldern fällt es schwer, unsere Mittelschule aufzugeben“, gestand Bürgermeisterin Rosi Schraud und bedauert, dass „aus Rimpar dieser negative Zungenschlag da ist“. Die Gemeinden, die jetzt mit dem Standort Unterpleichfeld einverstanden sind, hätten sich ernsthaft, verantwortungsvoll, fundiert und zeitaufwändig mit dem optimalen Weg beschäftigt.

    Schulverbundsvorsitzender Konrad Schlier hob die gute Arbeit in allen Schulstandorten hervor, Kürnachs Bürgermeister Thomas Eberth warb für den geplanten Standort: „Hier in Unterpleichfeld wird Ihr Kind erfolgreich sein. Alle Wege stehen ihm offen und das Schulgebäude ist in einem guten Zustand. “

    Schulleiter sieht Synergie-Effekte

    Jens Dietzsch ist ab 1. August neuer Schulleiter der Pleichach-Mittelschule. „Ich halte es für sehr sinnvoll, dass alle Kinder der nächsten fünften Klassen in Unterpleichfeld unterrichtet werden“, wies er auf Synergie-Effekte hin. Für die Ganztagsschüler gibt es Wartelisten. „Wenn wir offiziell zusammenarbeiten dürfen“, sei auch die Bildung einer Regelklasse möglich. Die bisherigen M-Klassen in Estenfeld werden weitergeführt. Für die jetzige Klasse 8M in Rimpar ist auf Einladung der Regierung für die Eltern am Dienstag, 26. Juni um 19.30 Uhr ein Elternabend in Estenfeld.

    Der noch zu gründende Schulverband will zunächst in Estenfeld einen Standort behalten. In den nächsten zwei Jahren will die Gemeinde Unterpleichfeld einen neuen Hort sowie eine neue Grundschule bauen. Dann könnten alle 320 Mittelschüler – auch die aus Rimpar – in Unterpleichfeld beschult werden. Mit allen Neigungsgruppen und berufsorientierenden Fächern, mit Ganztags- und Regelschulklassen.

    Klare Zustimmung in der Versammlung

    Dem Konzept der sieben Gemeinden stimmten die Teilnehmer deutlich per Handzeichen und mehrmaligem Klatschen zu. Um dem Antrag der sieben Bürgermeister auf Bildung des neuen Schulverbunds Nachdruck zu verleihen, verdeutlichen die betroffenen Eltern nun ihren Willen. Während der Versammlung wurde ein Brief an Regierungspräsident Paul Beinhofer verfasst. 68 Eltern haben ihn spontan unterschrieben.

    Sie bitten, „schnellstmöglich im Sinne unserer Kinder eine Entscheidung über den Antrag der Gemeinden zur Gründung des neuen Schulverbands zu treffen“. Die Unterschriftsliste liegt weiterhin aus.

    Die Partnergemeinden halten die Türen für die Rimparer offen. „Natürlich wären wir stärker, wenn wir alle 320 Kinder an einem Mittelschulstandort beschulen könnten“, gestand Bürgermeister Schlier und fügt hinzu: „Wir können aber mit unseren 230 Kindern überleben, auch ohne Rimpar.“

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