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    Leinach

    Endgültig angekommen im Kreis der Feldgeschworenen

    Mit dem Stauchen durch die beiden Obmänner Matthias Franz (rechts) und Karl-Heinz Weisenberger endgültig im Kreis der Feldgeschworenen aufgenommen wurde Jung-Siebener Karl Weisenberger. Das Procedere wurde beaufsichtigt von Bürgermeister Uwe Klüpfel (von links), Karl-Josef Gersitz, Andreas Oestemer, Adolf Farnz und stellvertretendem Bürgermeister Erhard Franz. Foto: Herbert Ehehalt

    Einer überlieferten Gepflogenheit entsprechend, werden neu ins Amt berufene Siebener gestaucht. Erst dann sind sie endgültig aufgenommen in den elitären Kreis ihrer Kollegen als ehrenamtliche Wächter der Grenzen innerhalb eines Gemeindegebietes.

    Diesem Ritual folgten auch die Feldgeschworenen der nach wie vor eigenständigen Gemarkung Unterleinach. Als Zugeständnis der vor vier Jahrzehnten durchgeführten Gemeindegebietsreform durften damals beide Gemarkungen der aus Ober- und Unterleinach entstandenen Gemeinde Leinach ihren ursprünglichen Status beibehalten.

    Zwar konnten die Feldgeschworenen aus dem unteren Leinach mit Karl Weisenberger junges Blut in ihren Reihen begrüßen. Doch erst fast ein Jahr nach seiner Berufung konnte diese beim Grenzgang mit dem traditionellen Stauchen abgeschlossen werden.

    Ihre Kontrolle der Gemarkungsgrenze begannen die Siebener um ihren Obmann Matthias Franz und dessen Stellvertreter Karl-Heinz Weisenberger an der nördlichen Gemarkungsgrenze zu Zellingen. Diese stellt gleichzeitig die Grenze der Landkreise Würzburg und Main-Spessart dar.

    Der weitere Grenzverlauf der rund 1500 Hektar umfassenden Gemarkungsfläche von Unterleinach tangiert darüber hinaus die Gemeinden Billingshausen, Birkenfeld, Greußenheim sowie die Gemarkung Oberleinach. "Bei einer derart ausgedehnten Gemarkungsfläche ist es schon ein Vorteil, neben der Erfahrung langjähriger Siebener auch auf Kraft und Ausdauer junger Nachfolger bauen zu können", freute sich Obmann Matthias Franz.

    Am Gemarkungs- und Landkreisgrenzstein zu Zellingen hielt sich der Pflegeaufwand jedoch in Grenzen. Er beschränkte sich lediglich auf die Freilegung von üppig gewachsenem Gras nach den ergiebigen Regenfällen der vergangenen Tage.

    Stellvertretend für die Gemeinde beobachteten auch Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) und dessen Vertreter Erhard Franz (CSU) den Auftakt der Grenzkontrolle.

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