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    WALDBRUNN

    Entscheidung über den neuen Träger

    Eine vom Gemeinderat noch im Februar favorisierte ökumenische Betreiber-Variante für den Kindergarten-Neubau, ähnlich wie im benachbarten Waldbüttelbrunn, scheidet nach der neuerlichen Beratung definitiv aus. Stattdessen plädierte der Gemeinderat in ungewohnt unterschiedlicher Auffassung mehrheitlich bei sieben zu fünf Stimmen für die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Eisingen-Kist-Waldbrunn als Betreiber. Der Entscheidung des Gremiums war eine Präsentation des Betriebs- und pädagogischen Gesamtkonzepts durch den St-Norbertusverein als Träger des bestehenden Kindergartens sowie der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde vorausgegangen.

    Im Vorfeld der grundlegenden Entscheidung des Gemeinderates zum Betrieb des neuen Kindergartens hatten sowohl der St.-Norbertus-Verein als Träger des bestehenden Kindergartens als auch die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Eisingen-Kist-Waldbrunn ihr Interesse am Betrieb eines neuen Kindergartens bekundet. Die bei einem früheren gemeinsamen Treffen geäußerte Option einer ökumenischen Betreiber-Variante sei jedoch von den Vertretern der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Eisingen-Kist-Waldbrunn ausgeschlossen worden, informierte stellvertretende Bürgermeisterin Johanna Wander (CSU). Ein solches Betriebsmodell wird aktuell im benachbarten Waldbüttelbrunn praktiziert. Für den Betrieb eines neuen Kindergartens in Waldbrunn sei dies jedoch von den protestantischen Verantwortlichen ausgeschlossen worden, berichtete Wander aus den Vorbesprechungen.

    Wegen seiner Doppelfunktion als Vorsitzender des St.-Norbertus-Trägervereins war Bürgermeister Hans Fiederling (UBG) von der Beratung und Beschlussfassung bei der Auswahl eine Trägers ausgeschlossen.

    Nach mehrheitlicher Überzeugung der Ratsmitglieder habe die Präsentation der Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde den besseren Eindruck hinterlassen. Für Martin Schaut (SPD) „überwog insbesondere das Argument der für die Gemeinde zugesicherten Kostensicherheit.“ Darüber hinaus sagte Schaut: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“

    Stellvertretende Bürgermeisterin Wander sah den Gemeinderat vor einer schwierigen Entscheidung nach Ablehnung eines ökumenisches Betreibermodells durch die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde. Im gleichen Stimmenverhältnis von fünf zu sieben wie der Gemeinderat einen Betrieb des neuen Kindergartens durch den St.-Norbertus-Verein ablehnte, befürwortete das Gremium eine Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Eisingen-Kist-Waldbrunn als Betreiber.

    In der Februar-Sitzung hatte Bürgermeister Hans Fiederling (UBG) den Gemeinderat vom Eingang des Förderbescheids durch die Regierung von Unterfranken zum beabsichtigten Kindergarten-Neubau informiert. Nach dem vorliegenden Bescheid erhält die Gemeinde Waldbrunn als Bauherr eine Förderung von 56 Prozent was einer Summe von etwa 1,75 Millionen Euro entspricht. Nach Vorlage des Förderbescheids scheint das Ziel der Gemeinde mit Baubeginn im Frühjahr und Aufnahme des Betriebs ab Jahresende 2018 realistisch.

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