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    Darstadt

    Erdarbeiten als "Chance" für Glasfaserausbau in Darstadt

    Leerrohre für Glasfaserkabel in Darstadt fordert die CSU-Stadtratsfraktion in Ochsenfurt. Foto: Julian Stratenschulte, dpa

    Das Thema Glasfasernetz beschäftigt den Ochsenfurter Ortsteil Darstadt weiter: Da es derzeit kein staatliches Förderprogramm gibt, müsste die Stadt Ochsenfurt den Ausbau des Netzes komplett selbst finanzieren (wir berichteten). Dabei sind zwei Varianten denkbar. Die erste, die darin besteht, die Gehsteige komplett aufzugraben, um die Infrastruktur zu allen 80 Haushalten legen zu können, ist aufgrund hoher Kosten eher theoretischer Natur. Bei der zweiten, für die Stadt wesentlich günstigeren Variante, könnten die Leerrohre für Glasfaserleitungen im Rahmen einer Straßenbaumaßnahme mitverlegt werden. Bisher gibt es keinen offiziellen Beschluss von Seiten der Stadt zum Thema.

    CSU: Bei Straßenausbau Leerrohre für Glasfaserleitung verlegen

    Vor dem Hintergrund, dass die Mainfranken Netze GmbH in den nächsten Monaten in Darstadt mit Erdarbeiten beginnen soll, richtet die CSU-Fraktion Ochsenfurt in einer Pressemitteilung den Fokus erneut auf den Ausbau des Glasfasernetzes. Im Rahmen der Straßenbaumaßnahme sollten unbedingt die Leerrohre für Glasfaserleitungen miteingebracht werden, so Fraktionssprecher Wolfgang Karl. Die Kosten beliefen sich nach aktuellen Berechnungen auf maximal 50 000 Euro. „Sollte diese Chance der Erdarbeiten nicht genutzt werden, kommen auf die Stadt deutlich höhere Kosten zu, und die öffentlichen Wege müssten erneut aufgerissen werden, was nur zu Unverständnis in Darstadt führen kann“, heißt es im Schreiben der Partei, das per E-Mail an Vertreter der Stadt und in Kopie auch an diese Redaktion adressiert war.

    Was die Finanzierung der Maßnahme angeht, für die im Haushalt 2019 keine expliziten Mittel vorgesehen seien, schlägt die CSU-Fraktion vor, Gelder zu verwenden, die für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung vorgesehen waren. Es handle sich dabei um 65 000 Euro, die im laufenden Jahr „zum großen Teil“ nicht aufgebraucht worden seien.

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