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    Altertheim

    Erfolgreiche Großübung der Wehren im westlichen Landkreis

    Eine besonders anspruchsvolle Übung hatten sich Kreisbrandinspektor Winfried Weidner, Kreisbrandmeister Johannes Sieber, Kreisbrandmeister Achim Roos, Kreisbrandmeister Stefan Schmittberger und Abteilungskommandant Oberaltertheim Holger Seubert einfallen lassen. Ein Gebäude in einem Aussiedlerhof auf der Höhe zwischen Ober- und Unteraltertheim war in Brand geraten und die Feuerwehrleute sollten den Brand löschen.

    Acht Wehren mit insgesamt 117 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen waren im Einsatz. Darunter auch die Abteilungswehr aus dem baden-württembergischen Gerchsheim. Sie hat zum Brandherd die kürzeste Anfahrtsstrecke. Bereits seit drei Jahren führt man zwischen Altertheim und Gerchsheim gemeinsame Übungen ab, denn ein Feuer kennt keine Landesgrenze, und die Feuerwehrangehörigen helfen immer, wenn sie angefordert werden. Die Zusammenarbeit von bayerischen Einsatzkräften und ihren Kollegen aus Baden-Württemberg klappt vorzüglich. Da spielt es nur eine untergeordnete Rolle, dass die Bayern schon mit Digitalfunk ausgerüstet sind und die Baden-Württemberger noch analog funken.

    In Altertheim gibt es noch einige weiße Flecken, in denen kein Funkverkehr möglich ist

    Großrinderfelds Hauptkommandant Gerald Ebert, der als Beobachter ebenfalls an der Übung teilnahm, musste schon auf die Höhe steigen, um mit der Leitstelle Kontakt zu halten. Da hatte er mehr Erfolg, als seine bayerischen Kollegen. Die hörten teilweise gar nichts, trotz modernerer Technik.In Altertheim gibt es noch einige weiße Flecken, in denen kein Funkverkehr möglich ist.Auch das war eine Erkenntnis aus der Übung.

    Oberaltertheims Kommandant Holger Seubert fordert schon seit vier Jahren diese weißen Flecken zu schließen, passiert ist noch immer nichts. "Ich bin sogar bis ins Innenministerium nach München gefahren, um die Sache zu beschleunigen", aber passiert ist seitdem nichts. Im staatlichen Bauamt, das für den Lückenschluss zuständig ist, bekam er nur zur Antwort, dass der Stapel der Bearbeitung sehr hoch sei und Altertheim liege noch ganz unten. Auch das Landratsamt, das über die fehlende Funkverbindung unterrichtet ist, kann in diesem Fall nichts ausrichten.

    Die Übung selbst war ein Paradebeispiel für gute Zusammenarbeit

    Kreisbrandrat Michael Reitzenstein hatte noch beim Jubiläum der Unterlaltertheimer Feuerwehr im vergangenen Jahr davon gesprochen, dass man schnell Abhilfe schaffen will. Seitdem ist nichts geschehen. "Ich trete jede Verantwortung, wenn etwas im Einsatzfall wegen des nicht funktionierenden Funks passieren sollte, an den Herrn des Innenministeriums, den Herrn des staatlichen Bauamres Würzburg und an das Landratsamt ab", stellte Seubert klar.

    Die Übung selbst war ein Paradebeispiel für gute Zusammenarbeit von unterschiedlichen Wehren aus dem Landkreis Würzburg und dem Main-Tauber-Kreis. Selbst die Alarmierung der Wehr aus Gerchsheim klappte in diesem Jahr hervorragend, nachdem im vergangenen Jahr noch Kommunikationsprobleme bei der Alarmauslösung aufgetreten waren. Zuerst am Einsatzort war logischerweise die Feuerwehr aus Oberaltertheim. 10 Minuten nach Auslösen des Alarms stand ein vollbesetztes Löschfahrzeug auf dem Hof der Familie Bolch.

    Schläuche wurde ausgelegt und mit dem Wassertank im Fahrzeug verbunden

    Dann lief alles routiniert ab. Schläuche wurde ausgelegt und mit dem Wassertank im Fahrzeug verbunden. Der Schlauchanhänger wurde komplett abgerollt und dann kamen auch schon die Kollegen aus Gerchsheim. Nach und nach trafen weitere Fahrzeuge mit Wassertank ein, sodass ein Nachschub immer gewährleistet werden konnte. Mit dabei war auch ein Tanklöschfahrzeug des Landkreises und der Schlauchwagen des Katastrophenschutzes. Sie alle wurden dringend gebraucht.

    In seinem Resümee dankte KBI Winfried Weidner allen beteiligten Wehren aus Oberaltertheim, Unteraltertheim, Steinbach, Neubrunn, Waldbrunn, Höchberg, Waldbüttelbrunn und Gerchsheim für ihren Einsatz. Die Zusammenarbeit habe hervorragend geklappt, bis auf das Problem mit dem Funk. Allerdings wird bei einer echten Brandsituation noch zusätzlicher Bedarf an mindestens zwei Löschfahrzeugen sein, um die Distanz von der Wasserentnahmestelle und dem Brandherd optimal mit einem Zubringerverkehr bedienen zu können, so die Erkenntnis des Tages. Er dankte besonders seinen Kollegen aus Baden-Württemberg, denn es sei leider noch nicht selbstverständlich, dass die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg so gut funktioniert.

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