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    Würzburg

    Erfrischend jung und stimmgewaltig

    Der Chor "New Future" feierte in der Würzburger Don-Bosco-Kirche sein 25-jähriges Bestehen. Foto: Anja Legge

    Nicht einmal im Traum hätten Franz-Josef Tremer, Mario Weber und Ingo Seufert am 1. November 1993 gedacht, dass ihr kleiner Jugendchor so weit kommt. Nun sind es sage und schreibe 25 Jahre, dass „New Future“ in immer wieder erfrischter Besetzung Musik macht. Bei einem Konzert in der Würzburger Don-Bosco-Kirche zeigte der Chor stimmgewaltig und professionell, was aus kleinen Anfängen werden kann.

    Die Geschichte des Chors begann vor 25 Jahren im Würzburger Stadtteil Zellerau. Als bei der Vorbereitung eines Jugendgottesdiensts in Heiligkreuz kurz vor knapp die Band absagte, sei „die Idee entstanden, selber zu singen“, berichten Mario Weber und Ingo Seufert, die damals mit im Vorbereitungsteam waren. Bei ihrem Gemeindereferenten Franz-Josef Tremer rannten die Jugendlichen damit offene Türen ein: „Es war schon immer mein Traum, einen Jugendchor zu gründen und zu leiten“, begründet der Theologe, Sänger und Songwriter.

    Spontan fanden sich etwa zehn junge Leute zusammen, die Freude am Singen hatten, Tremer selbst übernahm die Chorleitung. Der erste Auftritt machte „richtig Spaß“, und so beschlossen die jungen Leute weiter zu machen. Ein Chorname war rasch gefunden: Mit „New Future“ wollte man einen Gegenpol zur No-Future-Bewegung der 1980er Jahre setzen und mit Idealismus, Kraft und Vertrauen in die Zukunft blicken.

    Als Tremer 1999 nach Aschaffenburg wechselte, übernahmen Musikstudenten das Ruder. Mit dem Start der Homepage wurden zudem verstärkt Studenten auf den Chor aufmerksam, so dass mittlerweile über 70 Sängerinnen und Sänger jeden Montagabend in der Evangelischen Studentengemeinde proben. Aus der Anfangszeit sind noch sieben oder acht Leute dabei, ansonsten herrsche eine relativ hohe Fluktuation, berichtet Mario Weber: „Aber dadurch bleiben wir stimmlich jung.“

    Mit zwölf bis 13 Auftritten im Jahr ist der Chor recht rührig und gestaltet Gottesdienste, Hochzeiten und Konzerte mit Gospels, Popsongs und modernen geistlichen Liedern. Das stattliche Repertoire von weit über 150 Songs beschert der bunten Truppe außerdem Auftritte bei der Gospelnight, auf dem Würzburger Weihnachtsmarkt und bei Chormusik- und Katholikentagen auch jenseits der Bistumsgrenzen.

    Neben dem „Spaß am Singen“ und der „tollen Gemeinschaft“, die Michael König als Gründe für sein unermüdliches Dabeibleiben anführt, ist die Probe am Montag für viele eine Art „Akku-Auflade-Abend“, so Ingo Seufert. Auch für den aktuellen Chorleiter, Schulmusik-Student Leo Breuer, bedeutet New Future nicht nur „eine gute Übung für das spätere Berufsleben“, sondern viel Spaß.

    Genau diesen Eindruck – überspringende Freude an der Musik, Stimmgewalt und musikalische Vielfalt – vermittelte der Chor bei seinem Jubiläumskonzert, zu dem auch viele Ehemalige gekommen waren; die langjährige Chorleiterin Karolina Halbig sprang sogar kurzfristig am Piano ein.

    Das bunt gefächerte Programm enthielt Stücke beinahe jeder Stilrichtung – afrikanische Lieder, Gospels, Eigenkompositionen wie Oltsch’s „Singin to the lord“ oder Webers „Kunst des Verweilens“, Klassiker wie „Dont stop me now“ oder „What a wonderful world“ sowie natürlich die mitreißende Chorhymne „O Lord“.

    Aktuell nimmt der Chor keine neuen Alt- und Sopranstimmen auf, Männer können sich bei Michael König (Telefon 0931 / 2707404) oder Mario Weber (Telefon 0931 / 2704443) melden. Mehr Infos unter www.chor-newfuture.de.

    Bearbeitet von Stefan Pompetzki

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