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    KIST

    Erst fünf, dann drei, jetzt vier Geschosse

    Um das Gebäude für betreutes Wohnen neben der Seniorenresidenz in Kist wirtschaftlich betreiben zu können, soll der Beba... Foto: Ernst

    Bevor der Tagesordnungspunkt zur 3. Änderung des Bebauungsplanes „Lange Läng“ in der Gemeinderatssitzung behandelt werden konnte, mussten erst noch zwei Anträge zur Geschäftsordnung abgehandelt werden.

    Die Fraktionen von BfK/FWK und CSU hatten beantragt den Tagesordnungspunkt abzusetzen, da ihnen nicht alle Unterlagen für eine Entscheidungsfindung vorliegen würden. Es ging vor allem um den Kaufvertrag für das Grundstück, auf dem ein Gebäude für betreutes Wohnen errichtet werden soll und wegen eines Antrages des zukünftigen Betreibers der Bebauungsplan hinsichtlich der Geschossanzahl erneut geändert werden soll. Es wurde bereits bei der 2. Änderung des Bebauungsplanes keine Akteneinsicht nach Rücksprache mit der Kommunalaufsicht im Landratsamt gewährt, erinnerte Bürgermeister Volker Faulhaber (SPD) die Ratsmitglieder. Und so stimmte die SPD Mehrheit im Gemeinderat gegen die Anträge.

    Danach ging es in die Diskussion um die Änderung des Bebauungsplanes. Der Bauwerber möchte gerne auf vier Geschossen ein betreutes Wohnen anbieten, aktuell eine Dreigeschossigkeit vorgeschrieben. Im ursprünglichen Bebauungsplan war sogar die Möglichkeit von fünf Geschossen gegeben gewesen. Damals, so erinnerte Hubert Marquardt (BfK), habe man sich bewusst für die geringere Geschossanzahl mit drei Stockwerken entschieden, um die Baukörper am südlichen Eingang von Kist nicht zu massiv erscheinen zu lassen.

    Manfred Spiegel (SPD) kann sich mit der Viergeschossigkeit an diesem Standort anfreunden, zumal aus einem Schreiben des Investors hervorgeht, dass man dadurch die übermäßige Versiegelung von Fläche verringern kann. Es sei das Gebot der Stunde, dem Flächenfraß entgegenzuwirken und lieber in die Höhe zu bauen, wo es vertretbar ist.

    Yvonne Lach (SPD) stellte klar, dass man nicht wegen der Gewinnmaximierung eines Investors zu dieser Lösung gegriffen habe, sondern weil es sinnvoll sei.

    Thomas Drews (CSU) wollte von Bürgermeister Faulhaber wissen, wo denn der Vorteil für die Gemeinde Kist sei, wenn das Gebäude höher gebaut wird. Faulhaber sprach von positiven Begleiterscheinungen und einem Imagegewinn für Kist.

    Jochen König (CSU) regte an, die Kosten für die erneute Änderung des Bebauungsplanes dem Bauwerber aufzuerlegen, da die Änderung auf seinen Wunsch hin geschehe. Faulhaber versprach mit dem Investor diesbezüglich Kontakt aufzunehmen.

    Letztlich genehmigte der Gemeinderat bei fünf Gegenstimmen die 3. Änderung des Bebauungsplanes „Lange Läng“ mit den ebenfalls einzuarbeitenden redaktionellen Änderungen, die sich in der letzten Zeit ergeben haben. Damit beinhaltet ist eine Festsetzung der talseitigen Gebäudehöhe auf 12,8 Meter, um den Baukörper nicht unnötig massiv erscheinen zu lassen. Mit der Ausarbeitung soll das Büro Arz Ingenieure GmbH & Co. KG, Würzburg, beauftragt werden.

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