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    EISINGEN

    Erster Spatenstich für neues Baugebiet

    Mit dem Spatenstich begannen die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet in Eisingen: Otmar Finger, Geschäftsführer... Foto: Wilma Wolf

    Auf einem rund 1,5 Hektar großen Gelände in der Nähe des St. Josefs Stiftes entsteht ein neues Baugebiet an der Guttenberger Straße in Eisingen. Mit dem offiziellen Spatenstich in diesen Tagen begannen die Erschließungsarbeiten.

    26 bebaubare Grundstücke sind dort geplant: von 350 Quadratmeter Größe (für Doppelhaushälften) über 500 Quadratmeter bis über 800 Quadratmeter (vier größere Eckgrundstücke). Die Erschließung sowie die komplette Verkaufsabwicklung der Bauplätze übernimmt das St. Bruno-Werk Würzburg.

    „Die Bauplätze werden im Erbbaurecht auf 99 Jahre zu günstigen Konditionen vergeben“, sagte Otmar Finger, Geschäftsführer der SBW (St. Bruno Werk) Bauträger- und Verwaltungs-GmbH, beim Spatenstich. Nach zehn Jahren haben die Häuslebauer dann ein Ankaufsrecht. Ende des Jahres 2018 sollen die Bauplätze und die dazu gehörige Straße fertig sein, so dass ab Anfang 2019 gebaut werden kann.

    Nachfrage ist groß

    Schon jetzt sei die Nachfrage nach den Bauplätzen größer als das Angebot, so Finger weiter. Auch von Eisinger Bürgern und Mitarbeitern aus dem Stift. Sorgen macht er sich deshalb keine wegen der Vergabe. Ohnehin sei das Baugebiet sehr schön. „Mitten im Grünen, das gefällt mir gut“, sagte er.

    In einem städtebaulichen Vertrag mit der Gemeinde Eisingen wurden verschiedene Punkte geregelt, unter anderem die Einbeziehung der Gemeinde bei der Planung, den Ausgleichsflächen und der Übernahme der Erschließung. „Die Leistung der Gemeinde war, dass wir hier mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes Baurecht geschaffen haben“, erläuterte Bürgermeisterin Ursula Engert.

    „Gute Lösung“

    Für sie ist das eine gute und zukunftsfähige Lösung: Eisingen bekommt Bauplätze und muss dafür nicht investieren. Natürlich hätte auch die Gemeinde das Grundstück erwerben und in Eigenregie erschließen und vermarkten können. „Dafür hatten wir aber die finanziellen Mittel nicht und auch die Abwicklung würde Personalkapazitäten binden“, meinte die Rathauschefin.

    Dennoch hatte die Gemeinde prüfen lassen, in welcher Weise die Bebauung dort möglich ist. Das Ergebnis: Das Niederschlagswasser soll durch den Bau privater Retentions-Zisternen gepuffert und gedrosselt abgeleitet werden. Andere Flächen zur Wohnbebauung gibt es derzeit in Eisingen nicht, wohl aber eine große Nachfrage nach Bauplätzen, erklärte die Bürgermeisterin.

    Die Fläche für das neue Baugebiet hat das St. Bruno Werk vom St. Josefs Stift Eisingen gekauft, das das Geld für die Sanierung seiner Wohngebäude dringend braucht. Rund 25 Millionen Euro muss das Stift laut Geschäftsführer Bernhard Götz in die Modernisierung aller Gebäude investieren. Die Sanierung begann 2015 und dauert noch an.

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