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    Estenfeld

    Estenfeld richtet Sozialfond ein

    Auf die Gemeinde Estenfeld fällt immer wieder ein leichter warmer finanzieller Regen: Einzelpersonen und Firmen spenden Geld für wohltätige und soziale Zwecke. Um diese Gelder zielgerichtet einsetzen zu können, sollte der Rat über einen Sozialfond überlegen und die dafür notwendigen Richtlinien erarbeiten. Über die Vergabe des gespendeten Geldes sollte ein dreiköpfiges Gremium schnell und so unbürokratisch wie möglich entscheiden: Bürgermeisterin Rosi Schraud, SPD-Ratsmitglied Peter Walter und Annett Petry, die Schulsozialarbeiterin der Grundschule.

    Hintergrund dafür, dass Petry mit in diesem Gremium sitzen sollte, war eine finanzielle Unterstützung seitens der Grundschule für eine Klassenfahrt in den Freizeitpark Geiselwind. Die Eltern konnten sich das nicht leisten, berichtete Petry als Referentin im Rat, und sie hatte noch zwei weitere Beispiele parat, unter anderem zum Thema Hausaufgabenhilfe. Dort hatte sich ein alleinerziehender Vater nicht in der Lage gesehen, diese Hilfe für das Kind allein zu zahlen. Rein grundsätzlich war der Rat mit diesem Sozialfond auch einverstanden, doch ein wichtiger Aspekt sorgte dann doch für eine Grundsatzdebatte: aus diesem Fond soll nicht nur die Teilnahme an Klassenfahrten oder Hausaufgabenhilfe finanziert werden, sondern er sollte allen bedürftigen Bürgern der Gemeinde zugutekommen.

    Ralf Wünsch meldete sich zu Wort. "Eigentlich hat jede Schule für solche Fälle einen eigenen Fond, warum sollte dann die Grundschule mit eingebunden werden?" fragte er. Die Idee des Fonds, so die Bürgermeisterin, gehe in der Tat weit über das Schulische hinaus. Nach einiger Diskussion entschied sich der Rat für eine Umbesetzung des Gremiums, das über die Vergabe entscheidet: der Ausschuss "Sport und Kultur" wird bei seinen Sitzungen über möglicherweise eingegangene Anträge entscheiden. Sollten schulische Belange betroffen sein, wird Annett Petry zur Entscheidung hinzugezogen. Die Richtlinien, die aktuell redaktionell überarbeitet werden, treten am 1. August in Kraft, und ab dem kommenden Haushaltsjahr stattet die Gemeinde jährlich diesen Fond mit 5000 Euro aus.

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