• aktualisiert:

    THÜNGERSHEIM

    Etatentwurf orientiert sich an bevorstehenden Investitionen

    Im Finanzplan der Gemeinde Thüngersheim zeichnen sich bis zum Jahr 2021 kräftige Investitionen ab. Bei einem Gesamtvolumen von 7 503 250 Euro umfasst der von Kämmerer und Geschäftsleiter Dirk Lambl zur Beschlussfassung durch den Gemeinderat vorgelegte aktuelle Haushaltsentwurf allerdings nahezu den gleichen Umfang wie im Vorjahr.

    Keine Kreditaufnahme

    Allerdings erhöht sich der Verwaltungshaushalt bei 5 499 150 Euro gegenüber 2017 um 485 050 Euro. Nach dem Entwurf fließen 768 450 Euro als Zuführung in den mit 2 004 100 Euro ausgestatten Vermögenshaushalt. Trotz einer freien Finanzspanne von 768 000 Euro ist zur Finanzierung der Investitionen im laufenden Jahr eine Entnahme aus der Rücklage von 484 000 Euro unumgänglich. Im Gegenzug ist deshalb keine Kreditaufnahme erforderlich.

    Erneut handelt es sich bei einem Einkommensteueranteil von 1,473 Millionen Euro um die wichtigste Einnahmequelle im Verwaltungshaushalt. Darüber hinaus kann Kämmerer und Geschäftsleiter Dirk Lambl mit einer Schlüsselzuweisung von 808 000 Euro planen. Trotz positiver Entwicklung bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer in der Vergangenheit geht der Kämmerer bei einem unveränderten Hebesatz von 380 Prozent im Vergleich zum Vorjahr von etwas geringeren 620 000 Euro aus.

    Der größte Ausgabenposten

    Die Personalausgaben bilden mit knapp über zwei Millionen Euro im Verwaltungshaushalt die größte Ausgabenposition. Dank der gesenkten Kreisumlage reduziert sich deren Umfang von rund 941 000 Euro im Vorjahr auf 885 000 Euro. Nach Beurteilung des Kämmerers lässt die freie Finanzspanne aus dem Verwaltungshaushalt Investitionen nur in eng begrenztem Umfang zu.

    Dazu zählt der für das Jahr 2018 vorgesehene Um- und Ausbau des VR-Bank-Areals mit Ausgaben von 360 000 Euro. Für die Erweiterung des Kinderhauses sind bereits 580 000 Euro eingeplant. Der weitaus größere Brocken hierzu in noch unbekanntem Umfang wird mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch erst im Jahr 2019 anfallen.

    Altortsanierung und „Terroir F“

    Ebenfalls ab dem nächsten Jahr ist dann der Beginn des zweiten Abschnitts zur Altortsanierung geplant. Zur Kostenminimierung soll dabei auch die Erneuerung der Versorgungsleitungen im betreffenden Bereich erfolgen. Mit Sicherheit realisiert wird im Jahr 2018 das Projekt „Terroir F“. Die hierzu in einer Sonderrücklage vorhandenen 70 000 Euro werden damit komplett aufgebraucht.

    Pro-Kopf-Verschuldung: 767 Euro

    Für die Finanzierung von Investitionen ab dem Jahr 2019 prognostiziert der Kämmerer eine Verwendung der Rücklage bis auf den Sockelbetrag von 93 000 Euro. Darüber hinaus geht Lambl von einem voraussichtlich erforderlichen Kreditbedarf von rund 600 000 Euro aus. Bei einer Beabsichtigten Schuldentilgung von 124 000 Euro wird die Summe der Verbindlichkeiten, inklusive eines Festdarlehens über 800 000 Euro zum Jahresende 2018 bei 1,948 Millionen Euro liegen. Daraus resultiert eine Gesamt-Pro-Kopf-Verschuldung von 767 Euro.

    Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen sind im aktuellen Etatentwurf nicht vorgesehen. Die Satzung sowie den Finanzplan verabschiedete der Gemeinderat einstimmig.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!