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    Leinach

    Extrem beengte Verhältnisse bei der Anfahrt und im Umfeld

    Aufschlussreiche, ja beinahe ernüchternde Erkenntnisse lieferte kürzlich eine Großübung zu möglichen Erschwernissen eines Löscheinsatzes an der Alten Schule im oberen Leinach. Als besondere Herausforderungen des Objektes bestätigten sich die extrem beengten Verhältnisse, sowohl bei der Anfahrt als auch im unmittelbaren Umfeld. 69 Aktive der Feuerwehren aus Leinach, Margetshöchheim und Veitshöchheim waren im Einsatz zur "Rettung" von 11 "Verletzten", deren Rolle von Aktiven der Feuerwehren aus Greußenheim und Uettingen übernommen wurde.

    Durchaus realistisch war das vorgegebene Einsatzszenario eines Dachstuhlbrands mit eingeschlossenen Personen in der Alten Schule. Bei nur elf eingeschlossenen Personen war diese Zahl sogar noch verhalten gewählt. Denn in dem Gebäude befindet neben sich neben einer vermieteten Wohnung auch Proberäume der örtlichen Musikkapelle und des Gesangvereins "Gemütlichkeit". Aus der Nutzung ergibt sich eine leicht mögliche, noch weitaus höhere Zahl an eingeschlossenen Personen. Darüber hinaus gestaltete sich alleine schon die Anfahrt der anrückenden Löschfahrzeuge durch die enge Kirchgasse als Herausforderung. Aber auch die Zufahrt über die Hofstraße und der vorgelagerte kleine Platz erwiesen sich für das eingesetzte Rettungsleiter-Fahrzeug der Feuerwehr Veitshöchheim als sehr beengt.

    Ebenfalls als "spannend" bestätigten sich die Rettungsversuche von eingeschlossenen Personen durch Atemschutzgeräteträger über drei Etagen unter dem Einsatz von Steckleitern. Als Erleichterung und zeitlich weitaus effizienter erwies sich hierbei das alternativ zusätzlich eingesetzte Rettungsleiter-Fahrzeug der Feuerwehr Veitshöchheim. Allerdings bestätigte sich hierbei ein großer Platzbedarf als Stellfläche. Der benötigte Stellplatz stand nur zur Verfügung, da keine Privatfahrzeuge auf den beiden ausgewiesenen Stellplätzen parkten. "Von einer solch günstigen Konstellation kann jedoch nicht grundsätzlich und ausgegangen werden", so die Erkenntnis von Kommandant Martin Seelmann. Als positiv wertete Seelmann die störungsfreie Verständigung der Einsatzkräfte untereinander über Digitalfunk.

    Zu der ernstfallmäßigen Übung waren die beteiligten Feuerwehren durch die ILS (Integrierte Leitstelle) um 19.24 Uhr alarmiert worden. Bis dahin hatten die ehrenamtlichen Floriansjünger wegen der aktuellen Sommerhitze allerdings schon mehrere Löscheinsätze brennender Flächen und Böschungen hinter sich. An den geröteten Gesichtern zu erkennen, waren die Aktiven durch die zusätzliche Einsatzübung an ihrer körperlichen Belastungsgrenze angelangt.

    Beteiligt waren an der zuvor nicht bekannten Übung die Feuerwehren Leinach mit 34 Personen, Margetshöchheim (19), Veitshöchheim (16), sowie 11 "Verletzte" der Feuerwehren aus Greußenheim und Uettingen.

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