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    Würzburg

    FDP: Wie der Verkehr in Grombühl künftig laufen könnte

    Die Kreuzung Scharoldstraße/Schiestlstraße in Grombühl in Würzburg. Dort soll nach den Vorstellungen der FDP ein Kreisel entstehen, um den Verkehr zu beruhigen. Foto: Thomas Obermeier

    Die Unikliniken in Grombühl werden sich ausbreiten, das steht seit der Zustimmung des bayerischen Kabinetts zum Ankauf eines zehn Hektar großen Geländes vom Juliusspital durch den Freistaat zur Erweiterung der Uniklinik fest. Auf dem Gelände nördlich des bestehenden Klinikareals sollen unter anderem eine neue Kopfklinik mit 378 Betten und ein Zentrum Frauen-Mutter-Kind mit 222 Betten entstehen.

    Kommt noch mehr Verkehr als schon bisher auf die Grombühler zu?

    "Der Zinklesweg ist seit 50 Jahren schon verkehrstechnisch überlastet"
    Oliver Hartmann - FDP Ortsverband Würzburg-Nord

    Zu den Fragen, die geklärt werden müssen, gehören dabei auch die künftige Verkehrsanbindung und das Parken, auch wenn bis zu einem Baubeginn im Jahr 2024 die Straßenbahn entlang der Kliniken bis zu einer Wendeschleife im Norden verlängert worden sein soll. Für die Erschließung durch den Individualverkehr werde man früh das Gespräch mit der Stadt Würzburg suchen, hieß es von Seiten der Planer. Kommt also noch mehr Verkehr als schon bisher auf die geplagten Anwohner in Grombühl zu?

    Um das zu verhindern hatte sich der erst Anfang des Jahres gegründete FDP Ortsverband Würzburg Nord bei einem Pressetermin im Stadtteil an der Kreuzung Scharold- und Schiestlstraße dieses Themas angenommen. "Wir wollen den Anstoß geben, dass sich die Verantwortlichen zusammensetzen und etwas Vernünftiges ausbrüten", erläuterte Ortsverbandsvorsitzender Gerd Hilbert aus Versbach.

    Die FDP hat eigene Ideen zur Verkehrsführung entwickelt

    Und die FDP hat dazu eigene Ideen entwickelt, wie Oliver Hartmann erläuterte. Für Grombühl schlägt der Ortsverband vor, die Schiestlstraße in Richtung Kliniken bis zur Scharoldstraße zur Einbahnstraße zu machen, mit einen Durchfahrtsverbot für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen, wie es auf der Nordtangente schon gilt. So soll Ausweichverkehr vermieden werden. An der Kreuzung Schiestl- und Scharoldstraße soll ein sogenannter "unechter Kreisverkehr" mit rechts vor links entstehen. "Dadurch wollen wir den Verkehr beruhigen", so Hartmann. "Wir haben hier ja zwei Schulen und einen Kindergarten." 

    Der Grombühler Campus der Uniklinik. Die eingezeichnete Fläche im Norden hat der Freistaat nur zur Hälfte für die Klinikerweiterung vom Juliusspital gekauft. Foto: Thomas Obermeier

    Die Ableitung des Verkehrs aus dem Stadtteil soll über die Gutenbergstraße zur Auverastraße/Nordtangente und die Brücknerstraße zur Grombühlbrücke erfolgen. Dazu wünscht sich die FDP im Bereich der Einmündung der Gutenberg- in  die Auverastraße, dass die auf Tempo 30 beschränkte Nordtangente an dieser Stelle einspurig werden soll, um eine Einfädelspur aus dem Stadtteil möglich zu machen.

    Eine neue Verbindungstrasse über den Schwarzenberg

    Der Zinklesweg, auf dessen Sperrung die Unikliniken nicht mehr beharren, soll von der Versbacher Straße Richtung Kliniken zur Einbahnstraße werden. Die Linksabbiegespur in der Versbacher Straße entfällt. "Der Zinklesweg ist seit 50 Jahren schon verkehrstechnisch überlastet", so Hartmann.  Die Zufahrt zu den Parkflächen für Besucher und Klinikmitarbeiter aus Richtung Nordosten und Osten könnte laut FDP zukünftig über eine Verbindung von der Versbacher Straße über Am Schwarzenberg entlang des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz zum Straubmühlweg und weiter zu den neuen Kliniken geführt werden.

    "Wenn ohnehin über eine Zufahrt für die Baustellenfahrzeuge nachgedacht wird, sollte man doch gleich eine Trasse wählen, die auch später noch verwendet werden kann", erläuterte FDP-Stadtrat Joachim Spatz. Diese Trasse soll auch den Verkehr aus Richtung Oberdürrbach aufnehmen, der über eine neue Einbahnstraße mit Radweg herangeführt könnte, die möglichst nah an der Bebauung des neuen Unigeländes zum Straubmühlweg führen soll. "Nachdem  der Bauträger sowieso eine Erschließungstrasse bauen muss, wäre dies ja auch günstig für die Stadt", begründet Spatz diesen Vorschlag.

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