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    Reichenberg

    Familienstützpunkt Reichenberg?

    Bekommt Reichenberg bald einen Familienstützpunkt? Der Gemeinderat beschäftigte sich mit dem Thema und beschloss, einen Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm "Familienstützpunkt" beim Landkreis Würzburg zu stellen.

    Zunächst stellte Klaus Rostek, Fachbereichsleiter Jugendamt beim Landratsamt Würzburg, das Projekt vor, ist dem Protokoll der Gemeinderatssitzung zu entnehmen. "Familienstützpunkte sind niedrigschwellige und wohnortnahe Kontakt- und Anlaufstellen für Familien. Sie unterbreiten konkrete Angebote der Eltern- und Familienbildung und arbeiten mit anderen Einrichtungen eng zusammen", erklärte er.

    So hätten Familienstützpunkte für unterschiedliche Bedürfnisse der Familien je nach Alter des Kindes und Familiensituation geeignete, passgenaue Angebote. Mit einem Familienstützpunkt sei man nah an den Menschen dran, direkt vor Ort in den Gemeinden.

    Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

    Die Stützpunkte arbeiten außerdem eng mit Kindertagesstätten, Schulen, Krabbelgruppen, Bücherei und weiteren Einrichtungen, die sich um Familien kümmern, zusammen. Vier derartige Anlaufstellen gibt es derzeit im Landkreis Würzburg, und zwar in Giebelstadt, Kürnach, Waldbüttelbrunn und Ochsenfurt. Die Arbeit der Stützpunkte sei in jeder Gemeinde verschieden, da diese sich nach dem Bedarf der dort lebenden Menschen richte.

    Die Finanzierung erfolgt durch eine Förderung des Freistaates Bayern, durch den Landkreis Würzburg (Jugendhilfe) und durch eine kommunale Förderung, erklärte Rostek. Die Personalkosten werden vom Landkreis getragen; dazu werde eine Vereinbarung abgeschlossen. Darin sei auch die Personalausstattung und die Finanzierung geregelt. Die Räumlichkeiten werden von der Gemeinde getragen, ebenso die Ausstattung und mögliche Fahrtkosten.

    Bedarf ist da

    Angebote in der Gemeinde, die zukünftig einem Familienstützpunkt zuzuordnen wären, werden im Moment durch die Gemeindejugendpflegerin Julia Pietryga abgedeckt, heißt es weiter im Sitzungs-Protokoll. Der Bedarf sei einfach da, insbesondere im Bereich der Familienberatung und Einzelfallhilfe, sagte Pietryga. Dies mache im Moment etwa 30 Prozent ihrer Arbeitszeit aus.

    Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die Gemeinde einen Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm "Familienstützpunkt" stellen soll. Die Entscheidung darüber wird der Kreistag im kommenden März treffen. Startpunkt für den Stützpunkt könnte frühestens im Juni 2020 sein, meinte Rostek.

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