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    NEUBRUNN

    Fast eine Million für Fische

    Die Fischfauna im unterfränkischen Main setzt sich aus vielen verschiedenen Arten wie beispielsweise Karpfen, Regenbogenforellen sowie Aalen zusammen. Die Population aufrechtzuerhalten ist Ziel des Fischereiverbands Unterfranken. Die Berufs- und Nebenberufsfischer treffen sich diesen Samstag zur Fachgruppentagung im Vereinsheim der Sängerrunde Neubrunn. Beginn ist um 10 Uhr.

    Andreas Gugel, der Obmann der Gruppe, erklärt: „Die Schaffung, Verbesserung und Erhaltung der Lebensräume im Main sowie auch der Besatz mit bestimmten Fischen gehören zu unseren wichtigsten Kernthemen.“ Die Fischereizünfte und Fischereirechtinhaber setzen jährlich Fische im Wert von fast eine Million Euro in den unterfränkischen Main ein. Diese Zahl lasse sich mit geeigneten Lebensbedingungen der Fische und einer verbesserten Gewässerstruktur verringern.

    Staustufen und Kraftwerke versperren Fischen den Weg

    Eine große Herausforderung stellt unter anderem die Schifffahrt und die Stromgewinnung am Main dar. „Durch die erzeugten Wellen der Schiffe wird der Laich (Fischeier) abgeschwemmt“, meint Andreas Gugel „und die für die Schifffahrt angelegten 34 Staustufen im Main verursachen vor allem Wanderfischen wie dem Aal große Probleme.“ Der Aal wandert normalerweise zum Laichen im Main flussabwärts bis ins Meer. Wegen der vielen Staustufen und Kraftwerke schafft es die gefährdete Art oft nicht bis ans Ziel.

    2017 wurden mit dem „Catch & Carry“-Projekt (Fangen und Tragen) etwa zehn Tonnen Aal am unterfränkischen Main lebendig eingesammelt und im Rhein wieder freigelassen, da die Aale dort von keinen solchen Querverbauten verhindert werden. „Diese Methode ist natürlich schlussendlich nicht zielführend“, sagt Gugel. Der Fischereiverband setzt sich deswegen dafür ein, die Durchgängigkeit im Main mit beispielsweise Umgehungsbächen wiederherzustellen.

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