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    Hohestadt

    Feldgeschworener Roland Herrmann wurde vereidigt

    Es ist immer schön, wenn sich junge Menschen bereit erklären ein Ehrenamt auszuüben. (von links): Burkard Karl, Erwin Reißmann, Josef Häußlein, Roland Herrmann, Bürgermeister Peter Juks, Lukas Scheer, zuständig für Liegenschaften im Bauamt und Andreas Herrmann.
    Es ist immer schön, wenn sich junge Menschen bereit erklären ein Ehrenamt auszuüben. (von links): Burkard Karl, Erwin Reißmann, Josef Häußlein, Roland Herrmann, Bürgermeister Peter Juks, Lukas Scheer, zuständig für Liegenschaften im Bauamt und Andreas Herrmann. Foto: Uschi Merten

    Es ist ein besonderes Ehrenamt, das auch mit viel Zeit verbunden ist. Gemeint ist das Ehrenamt des Feldgeschworenen. Daher fanden sich die Hopferstädter Siebener zur Vereidigung im Rathaussaal ein. Bürgermeister Peter Juks zitierte den Wahlspruch der Siebener: "Tue recht, fürchte Gott und scheue niemanden." Er freute sich besonders, dass Roland Herrmann sich bereit erklärt hatte, dieses wichtige Ehrenamt zu übernehmen und seinen Eid als Feldgeschworener abzulegen. Roland Herrmann ist in Hopferstadt geboren und in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen. Auch heute ist er als Nebenerwerbslandwirt tätig.

    In Hopferstadt gibt es sieben Feldgeschworene, die ihr Amt mit Überzeugung und schon seit vielen Jahren ausüben. Aufgrund des besonderen Ereignisses hatte Bürgermeister Peter Juks seine Amtskette umgelegt. Sie zeigte jedoch nicht die Stadtplakette, sondern die Seite, die zeigt, dass er den Freistaat vertritt. Er berichtete, dass das Amt als Feldgeschworener das älteste kommunale Ehrenamt sei. Es ist bereits im 13. Jahrhundert in Franken entstanden. Damals aufgrund der vielen kleinen Grundstücke, deren Grenzen dokumentiert werden mussten. Um die Grundstücksgrenzen genau festzulegen, wurden ursprünglich sieben Personen eingesetzt, weshalb sich für die Feldgeschworenen auch der Begriff "Siebener" einbürgerte.

    Ehrenamt kann vererbt werden

    Auch im Zeitalter der Digitalisierung haben die Feldgeschworenen eine wichtige Aufgabe. Allein durch ihre Ortskenntnis und ihr Wissen um die örtlichen Zusammenhänge sind sie Fachleute für alle Grenzfragen. Aber auch die Persönlichkeit der Menschen, die dieses Amt ausüben, spielt eine Rolle. Dazu gehören ein untadeliger Charakter, ein guter Verstand und ein Mindestmaß an Bildung, wie es früher ausgedrückt wurde. Der junge Mann übernimmt das Amt von Bruno Herrmann, der im März 2019 verstorben ist. Das Ehrenamt kann an den Sohn vererbt werden. Dieser ist jedoch beruflich anderweitig eingebunden, so dass er ablehnte.

    Roland Herrmann, der mit seinem Vorgänger nicht verwandt ist, war sich nach diesen Worten seiner Verantwortung bewusst, leistete den Eid und unterschrieb, so dass er jetzt offiziell das Amt des Feldgeschworenen übernommen hat. Und so wird er auch beim nächsten Grenzgang dabei sein, den es alle sieben Jahre gibt. In Hopferstadt hat man noch die vier Evangeliensteine, bei denen eine Lesung gehalten wird.

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