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    Würzburg

    Ferienfahrplan in Würzburg: So reagiert das Netz darauf

    Während der Ferienzeit fahren manche Busse und Straßenbahnen nicht wie gewohnt. Foto: Johannes Kiefer

    Viele Bayern und damit auch Würzburger genießen immer noch ihre Sommerferien. Für diejenigen, die arbeiten müssen und deswegen auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, gibt es in dieser Zeit einige Einschränkungen und Änderungen. Einige Bus- und Straßenbahnverbindungen entfallen dabei komplett. Der Grund: Die Fahrgastzahlen würden in den Sommerferien montags bis freitags knapp ein Drittel unter den Fahrgastzahlen in den Zeiträumen außerhalb der Sommerferien liegen, informierte Jürgen Dornberger von der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) auf Nachfrage. Ein Sommerfahrplan sei effizienter und vermeide unnötige oder halbleere Fahrten.

    Mehr Kritik als Verständnis

    Die Grüne Jugend in Würzburg kritisiert die Einschränkungen jedoch und fürchtet um die Attraktivität des ÖPNV. Sie bezeichnet den Ferienfahrplan sogar als "eklatante Einschränkung der Lebensqualität". An die Kritik schließen sich auch einige Leser an. Was diese besonders stört: Der gleiche Preis bei einem eingeschränkten Angebot. "Ein Unding" meint ein Kommentator. Ein anderer stimmt zu: "Ironischerweise werden zum August die Fahrpreise angehoben, genau wenn das Angebot an Fahrten ausgedünnt wird und man unter Umständen einiges länger braucht, um an sein Ziel zu kommen."

    Kritik an Plänen und an Grüner Jugend

    Auch in den sozialen Medien wurde fleißig kommentiert. "Ferienfahrpläne sind kein Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV", findet dort ein Leser. Eine Nutzerin von Facebook kann zudem verstehen, wenn Linien wegen der geringeren Fahrgastzahlen ausfallen, dennoch ist auch sie nicht mit dem Ferienfahrplan zufrieden. "Grausam für jede Arbeitsroutine, selbst wenn es nur ein paar Minuten Unterschied ausmacht", schreibt sie. 

    "Wer denkt an die Berufstätigen, die Mitmenschen mit Einschränkungen und an die Senioren?"
    Leserin zum Ferienfahrplan

    Kritik muss sich jedoch nicht nur die WVV gefallen lasen, auch die Grüne Jugend wird von ein paar Lesern kritisiert. Dass die Parteianhänger um die Freiheit der jungen Menschen in ihrer Freizeit fürchten, macht zum Beispiel einen Kommentator sauer: "Wer denkt an die Berufstätigen, die Mitmenschen mit Einschränkungen und an die Senioren? Der Spitzenkandidatin der Grünen für den Würzburger Stadtrat geht es um die Einschränkung ihrer Freizeit."

    Leser zeigen auch Verständnis

    Doch es hagelt nicht nur Kritik bezüglich des Ferienfahrplanes. Ein Kommentator meint: "Irgendwie ist der Ferienfahrplan für mich schlimmstenfalls gewöhnungsbedürftig. Strabas und Busse scheinen mir während der Ferien nicht ungewöhnlich stark ausgelastet." Ein anderer Leser sieht zudem keine größeren Einschränkungen: "Es wird ja keine Strecke nicht befahren, die Linien sind halt anders aufgeteilt."

    An einer nicht repräsentativen Umfrage zu dem Thema haben insgesamt 1122 Menschen teilgenommen. Rund 49 Prozent sprechen sich dafür aus, den Ferienfahrplan abzuschaffen. Etwa 32 Prozent sehen in diesem keine großen Einschränkungen. Fast 19 Prozent geben an, dass es ihnen egal sei.

    Welche Busse und Bahnen fahren anders?
    Den Sommerferienfahrplan gibt es als pdf-Datei im Internet unter www.wvv.de oder www.vvm-info.de sowie in der Mein Franken-App und in der VVM App mit Echtzeitauskunft. Ein gedrucktes Fahrplanheft liegt im WVV-Kundenzentrum am Sternplatz kostenlos aus. Die Fahrpläne sind außerdem bei den Fahrern der Busse und Straßenbahnen erhältlich. Ab sofort können die Fahrpläne auch über Google abgerufen werden. Alle Fahrplanänderungen, auch der Sommerferienfahrplan, sind dort online zu finden.

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