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    MARGETSHÖCHHEIM

    Feuerwehr: Einsatzkonzept hat sich bewährt

    Glück im Unglück hatte der Eigentümer eines Anwesens in der Margetshöchheimer Mainstraße. Bei einem Brand in einem Nebengebäude, hier war ein Wäschetrockner in Brand geraten, wurde durch das schnelle und beherzte Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr niemand verletzt und der Schaden hielt sich in Grenzen.

    Am frühen Nachmittag bemerkte der Hauseigentümer Rauch in seinem Nebengebäude und alarmierte umgehend die Feuerwehr über die Rettungsleitstelle. Mit zwölf Feuerwehrleuten rückte die Freiwillige Feuerwehr Margetshöchheim unter Einsatzleiter und 2. Kommandanten Thorsten Kreutzer aus, um den Brand zu bekämpfen. Das war gar nicht so einfach, denn die Mainstraße ist in diesem Gebiet zur Zeit Baustelle. Zum Glück hatte man im Vorfeld einen Einsatzplan erstellt, wie man bei Bränden in der engen und teilweise offenen Straße mit seinen alten Fachwerkhäusern während der Bauphase schnell agieren kann. Jetzt im Ernstfall konnte man sehen, die Vorbereitung mit mehreren Stunden Begehung und Ausarbeitung eines Planes zahlten sich aus.

    Genügend Einsatzkräfte waren vor Ort

    Zusätzlich zu den Kräften aus Margetshöchheim waren auch noch zwei Fahrzeuge aus Erlabrunn mit 14 Mann und die Drehleiter aus Veitshöchheim mit sieben Mann zur Vorsorge alarmiert worden, sodass genügend Einsatzkräfte vor Ort waren. Ebenso war die Polizei mit einem Einsatzwagen und ein Rettungswagen mit Notarzt anwesend, der zum Glück aber nicht benötigt wurde. Sie warteten in den ausgewiesenen Wartebereichen, die in der Planung eines Einsatzplanes für die Mainstraße während der Bauphase eingerichtet wurden. So konnte es nicht zu eng werden und die Feuerwehrleute standen sich nicht gegenseitig mit ihren Fahrzeugen im Weg und behinderten die Löscharbeiten.

    Ausweisung von Feuerwehranfahrtszonen

    Positiv, so berichtet der Einsatzleiter, war die Ausweisung von Feuerwehranfahrtszonen beispielsweise in der Ludwigstraße, sodass die Einsatzkräfte schnell am Brandherd ankommen konnten. In der Mainstraße hatten die Arbeiter der beauftragten Baufirma schon alles vorbereitet und Feuerwehrleute sicher zum Brandherd geleitet. Ganz so, wie man es im Vorfeld besprochen hatte.

    Diese Gespräche waren sehr positiv und konstruktiv verlaufen, berichtete Kreuzer im Nachgang. Die Voraussetzungen an der Mainstraße änderten sich täglich, teilweise wurde der Boden aufgegraben und es gab tiefe Gräben. Die Wasserversorgung der Anwohner wurde provisorisch mit einer über dem Erdniveau befindlichen Kunststoffleitung gewährleistet, sodass keine Hydranten für die Feuerwehr zur Löschwasserentnahme bereitstanden. Hier mussten Schlauchleitungen über eine längere Distanz gelegt werden und da musste jeder Handgriff sitzen.

    Im Vorfeld über die Situation informiert

    Die Margetshöchheimer Feuerwehrleute wurden im Vorfeld über die Situation in der Mainstraße informiert und entsprechend geschult. Das zahlte sich nun aus. Jeder Handgriff saß und auch die Kommunikation mit den herbeigeeilten Wehren der Nachbarorte war vorbildlich.

    Positiven Erfahrungen mit dem Einsatzplan

    Nach den positiven Erfahrungen mit dem Einsatzplan in der Mainstraße will die Feuerwehr Margetshöchheim an dem eingeschlagenen Weg festhalten und bei zukünftigen Baustellen, die zahlreich kommen werden bei den Plänen, die dem Gemeinderat derzeit vorliegen, solche Einsatzpläne aufstellen. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn bei einer Notsituation erst lange diskutiert werden muss, wie man an die Brandstelle herankommt und wo man das Löschwasser beziehen kann.

    Der Brand in der Mainstraße an sich war glücklicherweise schnell mit wenig Wasser gelöscht. Die Einsatzkräfte trugen das defekte Gerät ins Freie und zogen den Rauch aus dem verqualmten Gebäude. Mit den Wärmebildkameras der Wehren aus Margetshöchheim und Erlabrunn wurde nach weiteren Glutnestern gesucht, aber zum Glück nichts gefunden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Kreutzer war sehr zufrieden mit dem Einsatz und der Einsatzwilligkeit seiner Kräfte vor Ort. Er dankte auch den zur Hilfe geeilten Wehren aus den Nachbarorten und hofft auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

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