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    SOMMERHAUSEN

    Feuerwehr: Weniger Einsätze aber eine aktive Jugend

    Trafen sich bei der Hauptversammlung (von links): Kreisbrandmeister Dieter Schöll, Kreisbrandinspektor Heiko Drexel, die... Foto: Helmut Rienecker

    Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder der Sommerhäuser Feuerwehr und des Feuerwehrvereins im Festsaal der Hofbrennerei Steinmann. Neben dem Kreisbrandinspektor Heiko Drexel und seinem Vorgänger Alois Schimmer waren auch der zuständige Kreisbrandmeister Dieter Schöll und der Kreisjugendwart Dominik Olbrich gekommen. Als Dienstherr der örtlichen Feuerwehr begrüßte Bürgermeister Fritz Steinmann auch die meisten der Aktiven sowie die Mitglieder des Vereins. Als erster in einem Reigen von Ansprachen dankte er den Feuerwehrleuten für ihre Arbeit im vergangenen Jahr.

    Großbrand auf dem Rübenhof

    Kommandant Michael Furkel gab einen Rückblick auf die Einsätze, die Übungen und die Fortbildungen des letzten Jahres. Dabei zeigte sich bei den Einsätzen ein deutlicher Rückgang zum Vorjahr, was alle Beteiligten freuen dürfte. Reine Brandeinsätze gab es in dem Zeitraum zum Glück nur zwei. Einer war nur eine Brandnachschau, aber der andere hatte es in sich: Wie viele andere Wehren waren auch die Sommerhäuser beim Großbrand auf dem Rübenhof der Zuckerfabrik in Ochsenfurt im Einsatz. Sie hatten die schwierige und anspruchsvolle Aufgabe in den Kellern unter dem Rübenhof zu löschen.

    Neun Mal rückten die Kameraden zu Hilfeleistungseinsätzen aus und sie leisteten acht Sicherheitswachen ab. Dabei waren sie auch beim Konzert der Fantastischen Vier in Giebelstadt, beim Mainfrankentriathlon, beim Konfirmandentag in Sommerhausen und beim Weihnachtsmarkt im Einsatz. Zu schaffen gemacht hat den Feuerwehrleuten dabei die immer größer werdende Anspruchshaltung der Besucher. Dabei halfen sie auch vielen Besuchern, ihre Autos wieder von den durchweichten Parkplätzen zu bekommen. Die First Responder Gruppe wurde 58 mal zu Hilfeleistungen gerufen. Sie sei inzwischen aus Sommerhausen nicht mehr wegzudenken und werde von den Einwohnern geschätzt.

    An Neuanschaffungen konnte der Kommandant auf eine Schaumpistole mit Behälter und eine Infekt-Box hinweisen. In dieser befinden sich Einwegoveralls, Handschuhe, Überschuhe, Atemmasken und noch vieles mehr. Diese Ausrüstung wird gebraucht wenn Einsätze wegen Vogelgrippe, Schweinepest, Influenza oder anderen ansteckenden Krankheiten durchgeführt werden. In seinen Schlussätzen wünschte sich der Kommandant von der Mannschaft Offenheit für Neuerungen und ein offenes Umgehen mit den Gruppenführern und Jugendwarten.

    Sommerhausen beim Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren

    Auch über zahlreiche Aktivitäten der Jugend wurde in der Versammlung berichtet. Der Höhepunkt des letzten Jahres war sicher die Teilnahme am Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehren in Weiden, bei dem die Sommerhäuser als einzige Wehr aus dem Landkreis Würzburg teilnahm. Bei der dreitägigen Aktion belegten sie zwar nur den 21. Platz – Urkunden und Lob bekamen sie trotzdem. Und zwar von Kreisjugendwart Dominik Olbrich, der den zehn Teilnehmern die Urkunden überreichte.

    Sicher hängt der große Erfolg der Jugendgruppe auch an ihren „Vorgesetzten“, den Jugendwarten Wilfried Wagner und Helmut Schwarz. Dafür zeichnete sie Olbrich mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Bayern aus. Seit nunmehr 15 Jahren sind die beiden für die Jugendarbeit zuständig. In dieser Zeit haben sie 64 Jugendliche ausgebildet, von denen inzwischen 18 bei den Aktiven fast die Hälfte der Mannschaft stellen. Der Dank der Jugend an die Jugendwarte war ein Fotobuch das die letzten 15 Jahre lebendig werden lässt. Auch Bürgermeister Fritz Steinmann ließ sich nicht lumpen: Er verlieh den beiden Ausbildern im Namen des Marktgemeinderates die silberne Medaille von Sommerhausen.

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