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    Rottendorf

    Feuerwehr feiert mit den Schürzenjägern

    Seit 150 Jahren gibt es in Rottendorf eine Feuerwehr. Sie gehört damit zu den ältesten Feuerwehren im Landkreis. Zum Jubiläum der Gründung der Rottendorfer Wehr im Jahr 1869 laden die Feuerwehrleute zu einem großen Festwochenende ein. Von Freitag, 21. Juni, bis Sonntag, 23. Juni, steht das Feiern im Mittelpunkt.

    Im Festzelt in der Edekastraße geht es schon am Freitag los: Ab 20 Uhr machen die Alpenrocker der Schürzenjäger ordentlich Stimmung. Nach ihrer Auflösung 2007 begeistern die populären Österreicher in den letzten Jahren wieder Tausende Fans bei Live-Konzerten. Als Vorgruppe sorgen die Bavarian Beat Boys für Stimmung. Die vier Jungs aus Uettingen stehen für eine rockige Auslegung der Blasmusik. Am Samstag geht es um 18.30 Uhr weiter mit dem Aalbachtal-Express, als Vorgruppe spielt die Jugendkapelle der Aalbachtaler. Für die Schürzenjäger gibt es Karten im Vorverkauf.

    Schauübung am Samstag

    Natürlich wird nicht nur gefeiert: Am Samstag um 16 Uhr stellen die Feuerwehrleute bei einer Schauübung im Gewerbegebiet ihr Können unter Beweis. Schon ab 14 Uhr ist Seniorennachmittag mit Kinderprogramm. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der St. Vitus-Kirche. Mittags spielt die Musikkapelle Rottendorf. Höhepunkt des Tages ist der Festumzug durch den Ort, anschließend spielen Die Jungen Franken (Greußenheim).

    Die Rottendorfer Feuerwehr ist heute mit knapp 100 aktiven Feuerwehrleuten eine der größten und auch aktivsten Wehren im Landkreis. Die Retter verfügen mit fünf schweren Einsatzfahrzeugen über eine moderne Ausrüstung, die sowohl zum Löschen, Bergen als auch bei technischer Hilfeleistung zum Einsatz kommt, so die Mitteilung. Die Rottendorfer Wehr deckt von ihrer Unterkunft aus einen großen Einsatzbereich ab, zu dem auch die Bundesstraße 8 und die Autobahnen 3 und 7 gehören. Immer wieder sind die Retter auch bei schweren Unfällen gefordert.

    Die Feuerwehr entstand 1869 als Reaktion auf verheerende Dorfbrände wie der von 1645, als große Teile des eng bebauten Altorts zerstört wurden. Strenge Brandschutzvorschriften wie ein Nachtbackverbot, Vorgaben für den Schornstein und die Pflicht, einen Löscheimer bereitzuhalten, sowie eine regelmäßige Feuerschau sollten Brände verhindern. Mit den Feuerläufern, den "Feuerleffern", verfügte die Gemeinde zudem schon seit dieser Zeit über eine Vorform der heutigen Feuerwehr: Erstmals 1671 erwähnt, bestand die stets einsatzbereite Mannschaft aus fünf jungen Bürgern aus den angesehensten Familien. Damals wie heute bedeutete es eine besondere Ehre zu den Feuerläufern zu gehören.

    Zur Schaffung eines breiter aufgestellten, geordneten Löschwesens kam es schließlich 1869, als die Gemeinde zwei teure Geräte, eine Saugmaschine und eine zweirädrige Druckspritze, zur wirksamen Feuerbekämpfung von Spendern geschenkt bekam.

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