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    EICHELSEE

    Filigranes Kreuz als spiritueller Abschluss

    Die künftige Urnengräberanlage auf dem Friedhof von Eichelsee ist unter Dach und Fach. Damit endete eine monatelange kontroverse Diskussion, die den Ortsteil wie den Gemeinderat Gaukönigshofen beschäftigt hatte.

    Zunächst war der Standort umstritten. Zur Auswahl hatten eine Fläche links der Hauptachse des Friedhofs sowie ein Bereich am oberen Ende rechts des Hauptwegs gestanden. Für letzteren hatte sich der Gemeinderat schon vor einigen Wochen entschieden, was offensichtlich auch der Mehrheitsmeinung im Dorf entsprochen hat. Auf dieser Fläche können nun bis zu 22 Urnengrabstätten entstehen.

    In einem ersten Abschnitt sollen zwölf verwirklicht werden. So hat es der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit sieben zu zwei Stimmen entschieden. Diese Anzahl würde für den Bedarf der nächsten 15 bis 20 Jahre reichen. So meinte es unter anderem das Eichelseer Gemeinderatsmitglied Jochen Sieber. Norbert Roth hätte es aber als zweckmäßig angesehen, gleich die 22 Felder zu erschließen, weil die Mehrkosten vertretbar seien.

    Nun ging es um einzelne Fragen der Gestaltung, für die der Planer Bernhard Nagl mehrere Varianten vorschlug, aus denen dann der Gemeinderat auswählte. Für die Einfassung der Abteilungen, die jeweils sechs Urnengräber beinhalten, entschied man sich für die Ausführung in Edelstahl. Die Steine über den einzelnen Urnengrabstätten werden in schräger Ausführung in Muschelkalk erstellt. Die Auftragsvergabe an die günstigsten Bieter wurde jeweils beschlossen.

    Planer Bernhard Nagl empfahl einen spirituellen Abschluss der Urnengräberanlage, weil sie quer zur Hauptachse des gesamten Friedhofs liege. Ein filigranes Kreuz aus Metall mit einem steinernen Sockel könnte dafür günstig erworben werden. Franz Ruchser aus Eichelsee meinte, dass man auch daran denken sollte, dass Menschen bestattet werden könnten, die keiner christlichen Religion angehören, für die das Kreuz dann unpassend wäre. Zweiter Bürgermeister Anton Hellmuth stellte aber die Frage, wie stark die Interessen seien. Die Friedhöfe im Gau seien nun einmal christlich geprägt und man könne es nicht jedem recht machen. Nach Hellmuths Ansicht sollte deshalb ein Kreuz als Abschluss angebracht werden. Grundsätzlich für ein filigranes Kreuz aus Metall fiel dann der Beschluss aus.

    Für die Ausführung des Sockels entweder in Muschelkalk oder Sandstein soll der Planer vergleichende Angebote einholen. Die Kosten für die gesamte Urnengräberanlage belaufen sich auf ungefähr 18 000 Euro.

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