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    Obereisenheim

    Fischerstecher-Athleten lieferten sich harte Duelle

    Viel Zuschauer an beiden Mainufern verfolgten interessiert den Wettbewerb Foto: Rainer Weis

    Groß war die Aufmerksamkeit der Besucher des Mainschleifen-Festivals, als am Sonntagnachmittag die Athleten von der Schiffer- und Fischerzunft Bamberg, der Fischerzunft Randersacker und die drei Obereisenheimer Thomas und Manuel Krönlein und Ralf Boll in den Fischerstecher-Wettkampf gingen.

    Im Regelwerk steht: Bei diesem Brauch treten zwei Mannschaften mit jeweils drei Männern auf einem Boot gegeneinander an. Das Ziel ist, das Mitglied der gegnerischen Mannschaft mit Hilfe eines Speers von seinem Boot ins Wasser zu stoßen. Durch die Bewegung, die mit dem Speer ausgeübt wird, spricht man von "Stechen". Verloren hat derjenige, der zuerst "nass" geworden ist. Weiter sagen die Wett-Kampf-Regeln, dass die Boote von ihren Ruderern so in Stellung gebracht werden müssen, dass sie parallel zueinander stehen und der Gegner erst dann mit der zwei Meter langen Lanze  vom Postest heruntergestoßen werden darf.

    Strömung und Wind forderten die Fischerstecher

    Das war jedoch leichter gesagt als getan, denn die Strömung des Mains und ein leichter Wind machten so manchen Anlauf zunichte, sodass das erste Stechen mit zwei starken Gegnern über eine dreiviertel Stunde dauerte und dann der Kampf wegen Zeitüberschreitung abgebrochen wurde.

    Nachdem drei Duelle absolviert waren und dafür sehr viel Zeit ins Land ging, wurden zwischenzeitlich die Weinprinzessinnen und Symbolfiguren zum Festplatz gebeten. Angeführt von der Ziehharmonikaspielerin Marina Prust folgten ihr die Weinprinzessinnen aus Ober- und Untereisenheim Mariola Jung und Selina Kies sowie der Teufel Herbert Prust und Bürgermeister Andreas Hoßmann.  Weiter kamen aus der näheren Umgebung neun Prinzessinnen und gaben dem Fest einen königlichen Glanz. Dazu waren auch die Symbolfiguren, der Zentgraf aus Wipfeld, der Astheimer Kartäuser, der Volkacher Landsknecht und der Schlossherr aus Obervolkach gekommen.  

    Erlös für den Kindergarten in Untereisenheim

    Den Endkampf im Fischerstechen bestritten Michael Kropf und Domenik Kropf, beide von der Schiffer- und Fischerzunft Bamberg. Den Wettkampf gewann Domenik Kropf.

    Die drei Marktgemeinde-Bürgermeister Andreas Hoßmann, Lillo Maschhäuser und Rudi Heim haben als Privatpersonen das Fest ehrenamtlich ausgerichtet, sie waren als Veranstalter mit dem Festverlauf zufrieden. Der Erlös dem Kindergarten in Untereisenheim, dem Mainkinderhaus, zugute.

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