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    VEITSHÖCHHEIM

    Fit für Weinberg und Keller

    Die Anspannung der Abschlussprüfung ist verflogen: Erleichtert und mit strahlenden Gesichtern nahmen 31 Winzer und sechs Weintechnologen ihre Zeugnisse und Urkunden bei der Freisprechungsfeier vom stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt, Max-Martin W. Deinhard, dem Präsidenten der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Hermann Kolesch, sowie dem Ausbildungsbeauftragten im fränkischen Weinbauverband, Martin Reinhard, entgegen. Die prüfungsbesten Frauen und Männer wurden für ihre herausragenden Leistungen geehrt, berichtet die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG).

    Durch den symbolischen Akt der „Freisprechung“ wurden die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen von ihren Ausbildungspflichten befreit, im Berufsstand willkommen geheißen und zum Facharbeiter erklärt. Von nun an darf der Weinbaunachwuchs offiziell die erworbene Berufsbezeichnung tragen. Hermann Kolesch betonte, dass die Absolventinnen und Absolventen viel Zeit, Mühe und Energie in ihre Berufsausbildung investiert haben. Die Anstrengungen der letzten Jahre haben sich gelohnt. „Sie haben eine wichtige Hürde für Ihre berufliche Karriere mit Bravour genommen. Sie können mit Recht stolz sein – auf sich und Ihre Leistungen!“

    Besonders stellte er die Leistungen der „Nebenerwerbswinzer“ heraus, die sich der Abschlussprüfung stellten und neben dem Lehrgangsbesuch und der Bewirtschaftung der eigenen Weinberge auch noch das Familienleben, die eigene berufliche Tätigkeit sowie die Prüfungsvorbereitung unter einen Hut bringen mussten. Nach einer meist zwei- bzw. dreijährigen Ausbildungszeit in fränkischen Weingütern bzw. viereinhalbjährigen Praxiszeit bewiesen die jungen Leute ihre Fachkompetenz in der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung als Winzer beziehungsweise Weintechnologen.

    Anschließend folgt in vielen Fällen der bundesweite oder sogar internationale Einstieg ins Berufsleben. Einige Jungwinzer und Weintechnologen machen ein Praktikum am Bodensee, in Südtirol oder Chile. Kolesch appellierte an die Eltern, solche persönlichkeitsprägenden und den internationalen Weitblick schulenden Erfahrungen unbedingt zu unterstützen. Nach einem Jahr Berufserfahrung kann dann der nächste Bildungsabschnitt folgen – der Besuch der Staatlichen Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim. Ebenso bildet der Berufsabschluss als Winzer eine sehr gute Basis für ein Weinbaustudium.

    Zum Berufsabschluss gratulierten dem Weinbauberufsnachwuchs auch die Fränkische Weinkönigin, Klara Zehnder, und der Leiter der staatlichen Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt, Frank Delißen.

    Bearbeitet von Gerlinde Schlereth

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