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    Würzburg

    Franz-Oberthür-Schule wurde für Modellprojekt  ausgewählt

    In einer Zeit mit Hasstiraden im Netz und Attentatsdrohungen an Politiker haben Schulen einen besonderen Auftrag: Sie müssen sich für Wertvorstellungen und Demokratie einsetzen. Ein Modellprojekt soll hierbei Vorreiter sein. Die Franz-Oberthür-Schule Würzburg wurde nun als eine von zehn Modellschulen in Bayern ausgewählt und war bei der Auftaktveranstaltung „Werte.BS - Werte und Demokratie an beruflichen Schulen erfahren und erleben“ in Fürstenfeldbruck vertreten.  Staatssekretärin Anna Stolz vom Kultusministerium machte den Teilnehmern Mut für die bevorstehende anspruchsvolle Aufgabenstellung. Das teilte das Städtische Berufsbildungszentrum I in einer Pressemitteilung mit.

    Neue Beteiligungsformate in der Schülermitverantwortung

    Unter der organisatorischen Federführung der Stiftung "Bildungspakt Bayern" wird der Modellversuch von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft maßgeblich unterstützt und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Um Werte und demokratische Bildung an beruflichen Schulen für Schüler noch intensiver erfahrbar zu machen, sollen zum Beispiel neue Beteiligungsformate in der Schülermitverantwortung (SMV) erprobt werden.

    Außerdem wolle man handlungsorientierte Methoden der Wertebildung und der Demokratieerziehung einbinden, wie zum Beispiel "Lernen durch Engagement" oder "Servicelearning". Dadurch soll wertebasiertes, demokratisches Handeln in der Schulfamilie und darüber hinaus selbstverständlich werden, teilte die Schule mit.

    Alle Beteiligten der Schulfamilie mit einbinden

    Für die Bewerbung musste die Schule im Vorfeld ein Konzept erstellen, aus dem bereits vorhandenes Engagement sowie neue Ideen in Bezug auf Wertevermittlung und Basisdemokratie ersichtlich wurden. Alle Beteiligten der Schulfamilie sollten dabei in die Planung und Umsetzung eingebunden werden, heißt es in der Mitteilung der Schule.

    Schulen seien eine gesellschaftliche Schnittstelle. Die Unterschiede beim sozialen Hintergrund, bei der ethnischen Herkunft und dem Bildungsstand seien hier besonders ausgeprägt. Am Ende ihrer schulischen Laufbahn sei es wichtig, den Schülern eine wertebezogene Orientierung mitzugeben. Das Projekt „Werte.BS“ setze an diesem Punkt an.

    Bearbeitet von Stefanie Dürr

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