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    OCHSENFURT

    Fünf Bauprojekte prägen die kommenden Jahre

    Die Sanierung des Spitals ist eines der Projekte, die die Stadt Ochsenfurt für längere Zeit beschäftigen werden. Archivfoto: Klaus Stäck Foto: Klaus Stäck

    Ein Gesamtvolumen von rund 26 Millionen Euro weist der Haushalt der Stadt Ochsenfurt für das Jahr 2018 auf. Die Stadtratsmitglieder stimmten dem umfangreichen Werk, für dessen gründliche Vorbereitung Kämmerer Gerhard Englert von allen Seiten Anerkennung ausgesprochen wurde, einstimmig zu. Knapp 21 Millionen Euro entfallen auf den Verwaltungshaushalt, fünf Millionen auf den Vermögenshaushalt. Die Finanzplanung sieht allerdings bis 2021 allein für Baumaßnahmen Ausgaben von mehr als 20 Millionen Euro vor.

    Bürgermeister Peter Juks (UWG) zählte die fünf markanten Bauvorhaben auf, die den Haushalt nicht nur in diesem Jahr prägen werden. Auf der Agenda stehen 2018 der Neubau einer Krippe und von Vereinsräumen in der ehemaligen Schule in Goßmannsdorf sowie 2019 der Neubau der Mittagsbetreuung an der Grundschule Ochsenfurt, die Sanierung des Spitals sowie des Kindergartens Maria-Theresia und die ab 2021 geplante Sanierung des Rathauses.

    23 Familien haben keine Betreuungsplatz

    Juks möchte den Schwerpunkt auf die Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen sowie auf die Innenentwicklung mittels Dorferneuerung und Gemeindeentwicklungskonzept legen. Weiter liegt das Augenmerk auf Tourismus und Familienfreundlichkeit. Außerdem sei die Nachrüstung verschiedener Spielplätze vorgesehen, so Juks. Und bereits im Mai sollen die Preise für die Grundstücke im neuen Erlacher Baugebiet festgelegt werden.

    Wolfgang Karl (CSU) hält das Thema Offene Ganztagsschule für überaus wichtig. Da der Neubau der Mittagsbetreuung erst 2019 umgesetzt werden könne, solle der bis dahin bestehende räumliche Engpass auch finanziell überbrückt werden. Karl machte deutlich, dass derzeit 23 Familien wegen Platzmangels die Ganztagsbetreuung nicht nutzen könnten.

    Landesgartenschau am Oberen Dümmersberg

    Er regte deshalb an, über Container nachzudenken, die auch die Raumnot beim Mittagessen lösen könnten. Diese Möglichkeit solle mit der Schulleitung besprochen werden. Falls die Schulleitung dies positiv sehe, würde die Stadt die Container zur Verfügung stellen, sagte Peter Juks.

    Die CSU, so Karl weiter, befürworte auch auch die Bereitstellung von Mitteln zur Bewerbung um eine Landesgartenschau (LGS). Allerdings wünsche sich seine Fraktion als Austragungsort nicht den von vier UWG-Stadträten favorisierten Bereich am Mainufer, sondern den Oberen Dümmersberg, wo ein Baugebiet entstehen soll. „Da können wir ruhig Würzburg nachmachen“, sagte Karl in Anlehnung an die derzeit in Würzburg stattfindende LGS, die ebenfalls im Bereich eines neuen Stadtteils angelegt wurde.

    Stadt soll sich beim Wohnungsbau engagieren

    Gerold Hohe (UWG) hält das Zahlenwerk für einen „eher entspannten Haushalt“. Die für Kreditaufnahmen eingeplanten 500 000 Euro würden möglicherweise gar nicht benötigt, sagte er. Auch Hohe findet eine Bewerbung um eine LGS positiv und hofft im Übrigen, genauso wie sein Vorredner, dass es der Grundschule organisatorisch gelingen möge, mehr Kinder in der Mittagsbetreuung unterzubringen.

    Auch die SPD stimmte der Haushaltssatzung zu. Laut Joachim Eck sieht seine Fraktion drei Schwerpunktbereiche: Wohnen, Stadtentwicklung sowie Steuern und Schulden. Wohnungen in Ochsenfurt seien stark nachgefragt, so Eck, das Angebot hingegen überschaubar. Hier sei Engagement seitens der Stadt erforderlich. Die Mittagsbetreuung solle großzügig geplant werden, sagte Eck mit Verweis auf die gerade erst sanierte Grund- und Mittelschule, in der schon jetzt der Platz wieder knapp werde.

    Grüne favorisieren kleinere Baugebiete

    Für Britta Huber (Grüne) ist 2018 ein „Jahr des Durchschnaufens“. Huber freut sich über die aus ihrer Sicht längst überfällige Generalsanierung des Maria-Theresia-Heims sowie über die geplante Sanierung der öffentlichen Toiletten. Dies werde sich positiv auf den Tourismus auswirken. Die Grünen akzeptieren eine „maßvolle Entwicklung kleinerer Baugebiete zur Abrundung“, die Vorrang vor überdimensionierten Großprojekten haben müsse.

    Huber begrüßt auch das „Projekt 1638“ zur Schaffung von Wohnraum für anerkannte Asylbewerber und soziale Schwache am Eingang zum Bärental. „Das kostet kaum Geld, ist aber eine Investition in die Zukunft.“

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