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    TAUBERRETTERSHEIM

    Für Jule geht ein Traum in Erfüllung

    Die neue Weinprinzessin von Tauberrettersheim, „Jule I.“ Gernet Foto: Markhard Brunecker

    Es ist für eine Weinbaugemeinde immer ein großer Tag, wenn eine neue Weinprinzessin ihr Amt antritt und die bisherige sich verabschiedet. So auch in Tauberrettersheim, als „Nathalie I“ Löber ihrer Nachfolgerin „Jule I“ Gernet die Krone zur 15. Tauberrettersheimer Weinprinzessin auf das Haupt setzte.

    Locker und charmant, wie man es von ihr gewohnt ist, begrüßte zunächst die ehemalige Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich und derzeitige Vorsitzende des Wein-, Obst- und Gartenbauvereins (WOG) im ausverkauften „Königinkeller“ des Rathauses die Gäste.

    Bevor es zur Inthronisierung kam, blickte „Nathalie I“ noch einmal auf ihre zwölfmonatige Amtszeit zurück. Diese und die ihrer Nachfolgerin dauert nur ein Jahr, da es aktuell in der Häckergemeinde sehr viele Bewerberinnen gibt. Ihre rund 70 Termine reichten vom eigenen Tauberrettersheimer Weinfest über Weinbergswanderung bis zum Schloss-Fest Schwerin ganz oben im Norden Deutschlands, wo vor allem der fränkische Dialekt imponierte. Hier ist sie auch Patin eines Sterns geworden.

    Entführt vom Landrat

    Einmal wurde Nathalie allerdings auch „entführt“ wie sie spannend erzählt: Und zwar von Landrat Eberhard Nuß beim Kiliani-Volksfest in Würzburg zu einer Maß Bier.

    Ihr vermeintlich anstrengendster Termin war am autofreien Sonntag, als sie 46 Kilometer mit dem Drahtesel radeln sollte, bei den letzten Kilometern musste allerdings ein E-Biker helfen.

    Doch dann wurde es sentimental. Mit Tränen in den Augen bedankte sie sich zunächst beim WOG, der ihr diese schöne Zeit ermöglichte, in der sie sehr viele neue und interessante Bekanntschaften machte, ihrem Bad Mergentheimer Arbeitgeber, Freund Matthias und vor allem bei ihrer Familie mit Eltern Jutta und Martin Löber an der Spitze.

    Nach ihrer umfangreichen Bilderpräsentation gab es stehende Ovationen und neben dem Dank von Bürgermeister Hermann Öchsner ein Sonderlob von Marion Wunderlich, habe sie sich doch in den zwölf Monaten von einer zunächst etwas schüchternen zu einer sehr selbstbewussten und Freude ausstrahlenden Persönlichkeit entwickelt.

    Erfahrung gesammelt

    Bereits sehr locker präsentierte sich anschließend die neue Repräsentantin des Tauberrettersheimer Weins aus der Lage „Königin“ Jule Gernet. Für die 19-Jährige, die in wenigen Tagen ihren „Zwanzigsten“ feiert, geht mit der Krönung ein Traum in Erfüllung. In Tauberrettersheim beim Elternhaus von Iris und Richard Gernet könne sie zwar nur zwei Rebstöcke bewirtschaften, einen sie und einen ihre Schwester, doch mit dem Weinbau sammelte sie ihre Erfahrung bereits früher in Segnitz am Main. Hier hatte ihre Oma einen größeren Weinberg.

    Beruflich steckt sie im Dualen Studium der Wirtschaftsinformatik bei der Firma Würth in Bad Mergentheim und Mosbach. Neben der Präsentation vom „Ratterschmer Wein“ wünscht sie sich einen „Weltfrieden“.

    Eingerahmt wurde die feierliche Zeremonie von einer Krönungsweinprobe, in der die neue Prinzessin im Beisein von rund einem Dutzend weiterer Hoheiten, angeführt von der Taubertäler Weinkönigin Nicole Heinrich und ihren beiden Prinzessinnen, ihren Krönungswein, einen trockenen 2016er Silvaner vorstellte.

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