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    WINTERHAUSEN

    „Für Tempo-30 Zonen auf den Staatsstraßen“

    Christian Luksch (UWG/Bürgerblock) will an diesem Sonntag zum Bürgermeister der Gemeinde Winterhausen gewählt werden. Foto: Stefanie Crum

    Bürgermeister Wolfgang Mann hört als ehrenamtlicher Bürgermeister von Winterhausen auf. An diesem Sonntag soll sein Nachfolger gewählt werden. Christian Luksch wurde von der Unabhängigen Wählergemeinschaft und dem Bürgerblock aufgestellt.

    Frage: Wie möchten Sie Winterhausen aus dem Schatten von Sommerhausen holen?

    Christian Luksch: Diese Notwendigkeit sehe ich überhaupt nicht. Beide Orte haben ihre Vorzüge und ihre Eigenarten, die ihren speziellen Reiz ausmachen, ohne dass eine Gemeinde der anderen insgesamt nachsteht. Kleine Notiz am Rande: Das Theater Sommerhaus ist derzeit dabei, seine Spielstätte über den Main nach Winterhausen zu verlegen.

    Wo sehen Sie Winterhausen im Jahr 2030?

    Luksch: Ich sehe Winterhausen als einen stadtnahen, aber in einer intakten Naturlandschaft eingebetteten Ort mit einem aktiven Ortsleben. Für Jung und Alt soll Winterhausen eine lebens- und liebenswerte Heimat bieten.

    Was gefällt Ihnen an Winterhausen besonders?

    Luksch: Mir gefallen besonders die Menschen, die mit ihrer Vielfältigkeit, ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement, beispielsweise in den Vereinen und Arbeitskreisen, der Gemeinde erst einen Inhalt, ein Leben und ein Äußeres geben.

    Was gefällt Ihnen gar nicht?

    Luksch: Die zunehmende Verkehrs- und Lärmbelästigung durch die diversen Transportmittel.

    Wie möchten Sie das verändern?

    Luksch: Durch eine nochmalige Bestandsaufnahme der „neuralgischen Punkte“. Dazu gehört auch eine kritische Erörterung mit den „Verursachern“ und den zuständigen Behörden, wie zum Beispiel mit dem Straßenbauamt und den Mandatsträgern.

    Welche Ideen haben Sie für die Leerstände im Altort?

    Luksch: Dieses Problem betrifft viele Gemeinden im Gebiet der Interkommunalen Allianz Maindreieck und kann daher am besten im Verbund gelöst werden. Hierzu gehört ein aktives Leerstandsmanagement mit der Erfassung aller Objektdaten, (z. B. Datenbank, gezielte Ortsbegehungen), einer Strategie der Vermarktung (z. B. kostenlose Beratung, Erschließung von Fördermöglichkeiten) sowie der Organisation der Vermarktung (z. B. Eigentümerbefragungen, allianzweiter Ansprechpartner).

    Bahn- und Verkehrslärm, die Winterhäuser klagen. Wie möchten Sie hier Verbesserungen erreichen?

    Luksch: Punktuell sind bereits Verbesserungen erreicht, beziehungsweise in Sicht. Ich denke an den Ausbau des Judenpfades mit einer erheblichen Entlastung der gemeindlichen Wege vom Schwerlastverkehr und an den Bau der altortseitigen Lärmschutzwand an der Bahnstrecke. Darüber hinaus möchte ich weitere Verbesserungen durch die Ausschöpfung aller Möglichkeiten bezüglich der altortabgewandten Lärmschutzwand, die Erweiterung der Tempo-30-Zonen auf den Staatsstraßen, die Verlegung der Ortsschilder und Geschwindigkeitsmessungen auch in den Abend- bis Morgenstunden erreichen.

    An meinem ersten Arbeitstag als Bürgermeister werde ich …

    Luksch: ... mich sehr freuen, dass ich die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger von Winterhausen in Zukunft federführend vertreten darf.

    Ein Gespräch mit dem CSU-Kandidaten finden Sie in unserer Ausgabe am Donnerstag.

    Zur Person

    Christian Luksch (49), im September 1968 in Ochsenfurt geboren, wuchs in Winterhausen auf. Seit fast 25 Jahren ist er mit seiner Frau Renate verheiratet. Die beiden haben zwei erwachsene Kinder.

    Nach dem Abitur am Matthias-Grünewald-Gymnasium studierte Luksch an der Beamtenfachhochschule. Als Diplom-Verwaltungswirt begann er seine Tätigkeit beim Landesamt für Finanzen, seit 2005 ist er dort als Personalreferent tätig.

    Luksch gehört seit Mai 2002 dem Gemeinderat Winterhausen an. Mit kurzen Unterbrechungen ist er seitdem auch zweiter Bürgermeister der Gemeinde.

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