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    WÜRZBURG

    Gästeführertag: Menschen, die Geschichte schrieben

    Auch rund um die Residenz finden am Weltgästeführertag Führungen statt.
    Auch rund um die Residenz finden am Weltgästeführertag Führungen statt. Foto: Johannes Kiefer

    „Menschen, die Geschichte schrieben“ lautet das Motto des Weltgästeführertags. Dieser findet am Sonntag, 11. März statt. Auch in Würzburg gibt es dann zwischen 11 und 16 Uhr zahlreiche Aktionen. Wie es in einer Pressemitteilung des Würzburger Gästeführervereins heißt, will dieser mit einem vielfältigen Programm für Würzburgs kulturelles Erbe begeistern und sich gleichzeitig für dessen Erhalt einsetzten. Daher arbeiten an diesem Tag alle Gästeführer ehrenamtlich und bitten die Teilnehmer anstelle eines Führungsentgelts um Spenden. Diese kommen dem „DenkOrt“ zugute, einem Mahnmal, dass am ehemaligen kleinen Güterbahnhof an der Aumühle an die dort zur NS-Zeit deportierten Juden erinnern soll.

    Auftakt schon am Samstag

    Den Auftakt zu Gästeführertag macht bereits am Samstag Stadtrat Willi Dürrnagel. Ab 16 Uhr hält er im Ratssaal einen Vortrag zum Thema „Stadtgeschichte(n) und die Menschen, die sie geschrieben haben – das Wandgemälde im Ratssaal“. Am Sonntag, nach der offiziellen Eröffnung am Infostand am Grafeneckart um 10.50 Uhr, starten dann die jeweils etwa einstündigen Führungen – soweit nicht anders angegeben am Vierröhrenbrunnen.

    Ab 11 Uhr informiert Franz Ziegler über die Würzburger Kinderärztin und Frauenrechtlerin Klara Oppenheimer, die dem Holocaust zum Opfer fiel. Wer auf den Spuren der Ärztefamilie Siebold wandeln möchte, kann dem Gastbeitrag von Wolfgang Klein-Langer ab 12 Uhr folgen. Mehr zum berühmtesten Spross der Familie – Philipp Franz von Siebold : zeigt Barbara Lohoff. Treffpunkt hierfür ist um 14 Uhr am Siebold-Museum. Fast wie ein Heiliger wurde Hans Böhm verehrt. Johannes Wohlfahrt informiert um 12 und 14 Uhr über den Revolutionär.

    Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert

    Als weiteren Gastbeitrag führt Stadtheimatpfleger Hans Steidle zu Yehuda Amichai (11 Uhr). Während Walter Vogel ins Mittelalter und zu Walther von der Vogelweide zurückgeht (13 Uhr), bleibt Maria-Anna Foohs im 20. Jahrhundert und berichtet über das Leben von Leonhard Frank, einem lange verkannten Sohn der Stadt (13 Uhr). Felix Röhr nimmt die Familie Johann Peter und Johann Martin (von) Wagner ins Visier (12 Uhr). Wer mehr zu Balthasar Neumann erfahren möchte, trifft Friederike Sinn am Frankoniabrunnen (12 Uhr). Julius Goldmann zeigt dagegen Antonio Petrini und seinen Wandel vom Festungsbauingenieur zum Kirchenarchitekten (12/14 Uhr). Auf den Spuren des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf wandelt Maria Pertmann-Ley (13/15 Uhr), bei Bischöfen und Fürstbischöfen bleibt Silke Kuhn (13/15 Uhr).

    Aber was wäre Würzburgs Geschichte ohne Frauen? Diese Frage verfolgt Edeltraud Linkesch (11/14 Uhr). Dass Stolpersteine Lebensgeschichten erzählen, zeigt Christine Hofstetter (13/15 Uhr) und Angelika Serger nimmt die Gäste mit zu den berühmten Leut‘ aus dem Peterviertel (14/15 Uhr).

    Aufgrund der großen Nachfrage gibt es wieder zwei historische Schauspielführungen zu Tilman Riemenschneider (11/15 Uhr). Außerdem werden Turmbesteigungen auf den Grafeneckart angeboten, von 11 Uhr bis 15 Uhr jeweils zur vollen Stunde. Hierfür ist eine Voranmeldung am Info-Stand erforderlich. Zudem gibt es stündlich Altstadt-Schnupperführungen – diesmal auch in italienischer Sprache.

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