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    Estenfeld

    Gar nicht taktlos: Wie Blasmusik verbindet

    Sie haben wieder ein komplettes Jahr dafür geprobt und an den Stücken gefeilt: Beim Sommerkonzert am Sonntag, 22.Juli, zeigt das Ensemble Taktlos einmal mehr, wie vielfältig und überraschend symphonische Blasmusik sein kann.

    Der rund einstündige musikalische Reigen reicht von Rock-/Pop-Arrangements über bekannte Filmtitel bis hin zu klassischen Werken, heißt es in einer Mitteilung. Unter der Leitung von Judith Beifuß und Co-Dirigent Michael Hümpfner will das gut 30-köpfige Orchester auch in diesem Jahr das Publikum in der Pfarrkirche St. Mauritius bewegen und begeistern.

    Mit Gesangsstücken von Mezzosopranistin Judith Beifuß

    Als Höhepunkte sind zwei Gesangsstücke von Judith Beifuß als diplomierte und professionelle Mezzosopranistin angekündigt. Das Konzert findet um 17 Uhr wieder beim Pfarrfest statt.

    Der Eintritt ist frei, um Spenden für einen sozialen Zweck wird gebeten: Diesmal fließt der Erlös in ein Heim für aidskranke Kinder und ihre Mütter im südindischen Thallapellamn. Die Einrichtung wird von Missionsschwestern geführt. Der indische Pfarrer Napoleon Savariraj kommt aus der betreffenden Diözese und wirbt in Deutschland um Unterstützung für das Projekt. Er wird selbst beim Konzert anwesend sein.

    Freude am gemeinsamen Musikmachen steht im Mittelpunkt

    Das Ensemble Taktlos hat sich unter dem Dach des Musikvereins Estenfeld über die Jahre zu einem ausgewachsenen Blasorchester entwickelt, ist aber seinem Grundsatz treu geblieben, heißt es in einer Pressemitteilung. Für die Musiker im Alter zwischen 20 und 70 Jahren stünden nicht Auftritte im Vordergrund, sondern die Freude am gemeinsamen Musikmachen.

    Orchester als gesellschaftlicher Querschnitt

    Umso bemerkenswerter, welches Niveau Judith Beifuß mit dem Hobby-Orchester erreicht. Dieses könnte in der Zusammensetzung kaum gemischter sein: Von Studenten über Ärzte, Banker, Angestellte bis zu Ruheständlern sind alle Schichten und Altersgruppen vertreten. Manche haben über Jahre an ihrem Instrument pausiert, andere sind erst im Alter von 50 Jahren eingestiegen. So gesehen steht das Orchester auch für eine hohe „Integrationsleistung“ und ein musikalisches Gemeinschaftswerk, dem in den vergangenen Jahren stets 300 Zuhörer in einer voll besetzten Estenfelder Pfarrkirche lauschten.

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