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    Güntersleben

    Gasleitung angebaggert: Wohnhäuser mussten evakuiert werden

    Am Dienstag traf eine Baggerschaufel einen Gasanschluss in Güntersleben und beschädigte eine Gasleitung schwer. Foto: Berthold Diem

    Lautes Zischen war zu hören. Gasgeruch lag in der Luft. Wie die Polizei jetzt mitteilt, hat am Dienstag eine Baggerschaufel einen Gasanschluss in Güntersleben getroffen und eine Gasleitung schwer beschädigt.  

    In der Thüngersheimer Straße sollte ein neuer Gasanschluss angelegt werden. Ein Bagger beschädigte die Gasleitung. Dabei kam es zu einen erheblichen Gasaustritt, so die Polizei. Die Gefahrenstelle musste daraufhin von beiden Seiten der Thüngersheimer Straße, sowie der Heeggasse und Josef-Weber-Straße von der Polizei und Feuerwehr abgeriegelt werden.

    Spezialfirma war vor Ort

    Alle Wohnhäuser im Umkreis von 50 Meter um das Leck mussten evakuiert werden. Die Anwohner konnten sich von der Feuerwehr zu der Festhalle fahren lassen, welche von der Gemeinde zur Unterbringung zur Verfügung gestellt wurde. Dort wurden sie von Kräften der Malteser betreut und versorgt.

    Um das große Leck in der Gasleitung zu reparieren, seien zunächst zwei Zuläufe abgeriegelt worden, schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Hierzu musste die Gasleitung noch an zwei Stellen frei gegraben werden, so dass eine Spezialfirma aus Bayreuth die erforderlichen Arbeiten durchführen konnte.

    Am Abend konnten die Anwohner wieder in ihre Häuser zurück

    In neun Häusern mussten auch die Gashähne abgedreht werden. Nachdem die betroffenen Anwohner von der Polizei ausfindig gemacht und deren Hausschlüssel übernommen werden konnten, drehte ein Mitarbeiter der Bayernwerke im Beisein eines Polizeibeamten die Gashähne in den Anwesen ab. Kurz vor 20 Uhr konnte der Gasaustritt schließlich gestoppt werden. Sofort danach begannen die Reperaturarbeiten.

    Kurz nach 21 Uhr konnten alle Anwohner wieder in ihre Anwesen zurück und die Gasanschlüsse der Anwesen im Beisein eines Bayernwerk Mitarbeiters wieder aufgedreht werden.

    Bei dem Einsatz wurden keine Verletzungen von Anwohnern oder eingesetzten Kräften bekannt. Die freiwilligen Feuerwehren Güntersleben, Rimpar, Veitshöchheim und Oberdürrbach waren im Einsatz.

    Erst im Mai dieses Jahres starben bei einer Gas-Explosion in Rettenbach (Lkr. Ostallgäu) ein Familienvater und seine Tochter. Auch hier war Gas ausgetreten. 

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