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    Würzburg

    Gebackene Osterhäschen für Gefangene

    Pastoralereferentin Brigitte Hofstätter (links) von der Pfarrei St. Albert und Doris Schäfer (rechts) von der katholischen Gefängnisseelsorge der JVA Würzburg.
    Pastoralereferentin Brigitte Hofstätter (links) von der Pfarrei St. Albert und Doris Schäfer (rechts) von der katholischen Gefängnisseelsorge der JVA Würzburg. Foto: Schäfer

    Seit 2006 gibt es in der katholischen Pfarrgemeinde St. Albert in der Lindleinsmühle den Brauch, jedes Jahr an Weihnachten selbst gebackene Plätzchen und an Ostern gebackene Osterhasen in die JVA zu schicken. Normalerweise werden die Plätzchen und die Osterhasen von den Kindern des Kinderbibeltages gebacken, der in der Pfarrei jeweils kurz vor Weihnachten und kurz vor Ostern stattfindet.

    Da in diesem Jahr der Kinderbibeltag dem Coronavirus zum Opfer fiel, entschied das Vorbereitungsteam, die Osterhäschen zu backen, damit die Gefangenen in diesem Jahr nicht darauf verzichten müssen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Pastoralreferentin von St. Albert, Brigitte Hofstätter, überreichte in der Karwoche mehr als 100 Tütchen mit Osterhäschen an die Gefängnisseelsorgerin der JVA Würzburg, Doris Schäfer.

    Während die Plätzchen an Weihnachten auf der Frauenstation verteilt werden, wurden in diesem Jahr die Osterhäschen in der Untersuchungshaft verteilt. Alle anderen Gefangenen, für die die Osterhasen nicht ausreichten, mussten nicht leer ausgehen. Durch eine andere Spende konnte eine Minischokolade mit einem Ostermotiv ausgeteilt werden.

    Zusätzlich zu den Osterhasen bekam jeder Gefangene der JVA einen Osterbrief der Gefängnisseelsorge mit einem Ostergruß in verschiedenen Sprachen. Muslimische Gefangene waren neugierig verwundert, dass auch sie einen Osterbesuch durch die Seelsorge bekamen. Ihre Nachfragen wurden zum Anlass, ihnen dieses christliche Fest zu erklären.

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    Bearbeitet von Lena Berger

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