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    WALDBÜTTELBRUNN

    Gedenken an die Zerstörung Waldbüttelbrunns an Ostern 1945

    Würdevoller Auftritt: der gemischte Chor des MGV Waldbüttelbrunn.

    Mit einer würdevollen Gedenkfeier gedachte die Gemeinde Waldbüttelbrunn der Teilzerstörung von Waldbüttelbrunn kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945.

    Bürgermeister Klaus Schmidt machte deutlich, dass ihm die Entscheidung für oder gegen eine Gedenkfeier nicht leicht gefallen sei. Doch sei es wichtig, den nachfolgenden Generationen klar zu machen, dass es Deutsche und ihre Führer waren, die für die bisher größte selbst gemachte Katastrophe der Menschheit verantwortlich waren.

    Schmidt erinnerte an das Schicksal des Waldbüttelbrunner Pfarrers Josef Stöger, der mit Folter und mehrmaliger Festungshaft immer wieder verfolgt wurde. Schmidt sagte, die schrecklichen Ereignisse sollten Abschreckung und Mahnung, zugleich aber auch Auftrag sein, für ein freies und friedliches Miteinander aller Menschen.

    Das Programm der Feier wurde ausgefüllt mit Liedbeiträgen des gemischten Chores des MGV Waldbüttelbrunn und instrumentalen Musikstücken am Klavier, gespielt von Michael Pfrang. Ein Gedicht von Erich Fried und die Geschichte „Über Frieden“ von Astrid Lindgren hat Andreas Gese vorgetragen. Pfarrerin Antje Biller sprach ein Gebet und erteilte den Segen.

    Zur Erinnerung an die Geschehnisse am Palmsonntag vor 70 Jahren verlas Bürgermeister Klaus Schmidt aus der im Jahr 1985 von der Gemeinde Waldbüttelbrunn herausgegebenen Broschüre „Opfer mahnen“ die Aufzeichnungen über das Gespräch mit Edgar Schwarz, damals über 96 Jahre alt und der älteste Bürger von Waldbüttelbrunn.

    Der 23-jährige Julian Michel stellte abschließend sein Semesterprojekt im Bereich interaktive Medien über die Zerstörung von Würzburg vor. Bei dieser Installation nimmt der Betrachter die Vogelperspektive ein und hat selbst in der Hand, welche Teile der zerstörten Stadt er ansieht.

    Pfarrerin Antje Biller spricht ein Gebet und erteilt den Segen. Foto: Gemeinde

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