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    Greußenheim

    Geheimnisse wurden gelüftet

    Die Geheimnisse in der Turmkugel der St. Bartholomäuskirche in Greußenheim wurden in der Pfarrkirche gelüftet. Foto: Reinhold Kuhn

    Die Geheimnisse in der Turmkugel der St. Bartholomäuskirche in Greußenheim wurde kürzlich in der Pfarrkirche gelüftet und das öffentliche Interesse war sehr groß, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

    Neben alteingesessenen Zeitzeugen war auch Denkmalpfleger Volker Kleinfeld gespannt auf die sehr gut verschlossenen Unterlagen. Die ältesten Schriften von Pfarrer Franz Müller stammen aus dem Jahre 1827 und berichten vom ersten Regierungsjahr seiner Majestät, König Ludwig von Bayern. Die nächste Reparatur des Kirchturms aus dem Jahr 1870 brachte Schriftstücke des damaligen Ortsvorstandes Michael Seubert zu Tage.

    Am 9. August 1922 wurde der Turmknopf durch Blitzschlag beschädigt und musste repariert werden. 1947 wurde der Turmknopf, durch Beschuss schadhaft geworden, saniert und folgendes mitgeteilt: 1. Bürgermeister Josef Hörning und Pfr. Franz Fleischer berichteten von einer außergewöhnlichen Dürre, die bis dahin die ältesten Einwohner noch nicht erlebt hatten. Viele Evakuierte und Flüchtlinge fanden in Greußenheim eine Heimat.

    1958 erhielten die Spitze des Turmes, das Kreuzes und die Kugel eine neue Blitzschutzanlage, so erzählen die Schriften aus dieser Zeit. Werner Nickel war damals Kirchenpfleger. Aus der Zeit der letzten Renovierung 1981/82 sind die meisten Schriftstücke beigefügt. Sie erzählen von der Politik, dem amtierenden Bürgermeister Hans Keller, Kirchen- und Schulgeschichten sowie dem dörflichen Leben aus dieser Zeit. Volker Kleinfeld erklärte viele Schriftstücke und beantwortete als Denkmalpfleger die Fragen der Bürger, heißt es am Ende der Pressemitteilung.

    Bearbeitet von Michaela Stumpf

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