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    ERLABRUNN

    Geheimtipps zur Landesgartenschau: Der Erlabrunner Badesee

    „Im Schwimmbad ist es oft zu voll“, erzählt eine 30-Jährige aus dem Landkreis Würzburg, die mit ihren Freundinnen in der Sonne liegt. „Der See ist größer als jedes Schwimmbad und man hat auch noch eine schöne Aussicht.“ Wer nach einer Abkühlung von der Hitze des Sommers sucht, aber nicht ins Freibad mag, den zieht es oft an Flüsse oder Seen. Der Erlabrunner Badesee ist dann ein attraktives Angebot in der Region.

    Ein Geheimtipp für Touristen und Zugezogene

    Dass der See zwischen den Gemeinden Erlabrunn und Margetshöchheim ein schönes Ausflugsziel ist, finden auch Stadt und Landkreis Würzburg. In ihrem gemeinsamen Pavillon auf der Landesgartenschau weisen sie die Besucher auf elf besondere Orte in der Region hin, die eine Art Ergänzung zum Besuch der Landesgartenschau darstellen sollen. Der Badesee im Maintal ist einer davon.

    „Er ist ein verbindendes Element zwischen Stadt und Landkreis“, sagt Michael Dröse, Leiter der Kreisentwicklung beim Landratsamt Würzburg, über die Entscheidung, den Erlabrunner See als einen dieser Tipps aufzuführen. Dieser biete auch Naherholung für die Bürger aus dem Stadtgebiet. „Das gibt es in der Stadt so einfach nicht“, erklärt Dröse. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl dieser Orte sei gewesen, dass sie „besondere landschaftliche Aspekte aufweisen“. Im Idealfall wären diese laut Dröse mit kulturellen Attraktionen gepaart. „Für den Badesee ist der Weinort Erlabrunn natürlich eine kulturelle Ergänzung.“

    Ein Geheimtipp sei der See für Ortsansässige zwar nicht unbedingt, man wolle aber auch Zugezogene und Touristen auf den Badeort aufmerksam machen, die diesen „noch nicht gleich auf dem Schirm haben“, so Dröse. Vor allem für auswärtige Besucher der Landesgartenschau, die nicht nur einen Tag in der Stadt sind und über ihren Besuch am Hubland hinaus „landschaftlich und gärtnerisch überrascht werden wollen“, würde sich ein Trip zu einem der elf Orte, also auch zum Badesse, anbieten.

    Mehr als nur ein Badeort

    Leicht irreführend ist der Name „Erlabrunner Badesee“, denn eigentlich gibt es sogar zwei Seen auf dem 19 Hektar großen Areal nördlich von Würzburg – einen kleinen und einen großen. Neben der Gelegenheit zum Schwimmen und Planschen bietet das Gelände seinen Besuchern zahlreiche weitere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

    So kann an ausgewiesenen Stellen gegrillt werden, Sport-Fans dürfen sich über einen Beachvolleyball-Feld freuen und für Kinder gibt es einen Spielplatz. Außerdem befindet sich eine Seilbahnrutsche am Ufer des Großen Sees, die zu einer kleinen Insel führt – ein Angebot, das auch von Erwachsenen gerne in Anspruch genommen wird. Die Überfahrt ist natürlich immer mit einem Risiko verbunden: Man darf keine Angst haben, nass zu werden. Wer es lieber ruhig angehen lassen möchte, kann sich im Schatten der Bäume entspannen, die den See umgeben.

    Badesee erfreut sich Beliebtheit

    „Von der Dusche über Parkplätze bis zum Kiosk ist alles da“, sagt Thomas Bieber aus Waldbüttelbrunn über die Infrastruktur am Erlabrunner Badesee. Gerne besuche er diesen nach seiner Arbeit. „Außerdem hört man immer wieder, dass die Seen hier sehr sauber sind.“ Tatsächlich prüft das Gesundheitsamt Stadt und Landkreis Würzburg regelmäßig die Wasserqualität. Die Ergebnisse seien seit 2008 durchgehend „ausgezeichnet“.

    Nach Schätzung von Klaus Buchner, Geschäftsführer des Zweckverbands Naherholung am Würzburger Landratsamt, besuchen von Mai bis September durchschnittlich rund 120 000 Personen den Erlabrunner Badesee. Für viele also doch kein Geheimtipp mehr.

    Corbinian Wildmeister

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