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    FRICKENHAUSEN

    Geld für Feuerwehrhaus und Kindergarten

    Der Boden in Frickenhausen ist bereitet für das neue Feuerwehrhaus an der Ochsenfurter Straße. Es ist das größte Projekt... Foto: Klaus L. Stäck

    Erdarbeiten wurden dieser Tage an der Ochsenfurter Straße gegenüber dem ehemaligen Sportplatz durchgeführt. Sie waren sichtbares Zeichen dafür, dass der Bau des schon lange geplanten Feuerwehrhauses in Gang kommt. Am Samstag, 24. März, ist der erste Spatenstich. Das Feuerwehrhaus ist das größte Projekt, das dieses Jahr im Haushalt der Gemeinde steht. Im nächsten Jahr voll zum Tragen kommt die Sanierung des Kindergartens, wofür heuer Planungskosten anfallen. Den Haushalt 2018 und den Finanzplan für die kommenden Jahre hat der Marktgemeinderat beschlossen.

    Insgesamt ist das Haushaltsvolumen 2018 gegenüber dem Vorjahr von 4,6 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro gesunken. Während sich das Volumen des Verwaltungshaushalts von 2,17, auf 2,32 Millionen Euro leicht erhöhte, gab es eine deutliche Verringerung im Investitionshaushalt von 2,4 Millionen auf 1,3 Millionen Euro. Dies rührt vor allem daher, dass im vergangenen Jahr beide Großprojekte enthalten waren, aber nicht verwirklicht werden konnten. Immerhin sind dieses Jahr aber Investitionen in Hoch- und Tiefbau und in Betriebsanlagen von über einer Million Euro vorgesehen. Davon entfallen 680 000 Euro auf das Feuerwehrhaus. Für die Generalsanierung des gemeindlichen Kindergartens mit Einrichtung einer Krippe sind heuer 100 000 Euro Planungskosten berücksichtigt, für den Bau dann 900 000 Euro im Finanzplan für 2019.

    Die Sanierung der Mariensäule vor dem historischen Rathaus wird aufwendig, weshalb der Haushalt 50 000 Euro vorsieht. 70 000 Euro sind enthalten für dien Bau einer Schiffsanlegestelle, weiterhin 15 000 Euro für Spielplatzgeräte. Im Uppental fallen für die Sanierung der Abwasserbeseitigung noch einmal 25 000 Euro an, dazu 15 000 Euro für Grunderwerb. Dabei geht es darum, bisher unklare oder verwirrende Grenzverläufe zwischen privatem und öffentlichem Grund zu bereinigen. 25 000 Euro will die Gemeinde für einen neuen Internet-Auftritt ausgeben. Im Rahmen der Dorferneuerung sollen Privatleute bei Sanierungsmaßnahmen unterstützt werden, wofür 15 000 Euro eingeplant sind. Eine neue Sporthalle steht schon seit Jahrzehnten auf der Wunschliste. 50 000 Euro beinhaltet der Haushalt dafür dieses Jahr, der Finanzplan für 2019 und 2020 jeweils 250 000 und 200 000 Euro. Die Halle soll nach Möglichkeit im Jahr 2020 stehen und auf die örtlichen Bedürfnisse ausgerichtet sein, so Bürgermeister Reiner Laudenbach. Zur Finanzierung soll der Erlös aus dem geplanten Verkauf des Schulhauses mit verwendet werden.

    Um alle Projekte dieses Jahrs finanzieren zu können, ist eine Kreditaufnahme von 100 000 und eine Entnahme aus der Rücklage von 340 000 Euro kalkuliert. Wichtigste Einnahmequellen der Gemeinde sind die Einkommensteuerbeteiligung mit fast 700 000 Euro, Schlüsselzuweisungen vom Staat mit 435 000, sowie 345 000 Euro Benutzungsgebühren. Bei allen dreien ist gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Erfreut zeigte sich Bürgermeister Laudenbach über die Entwicklung der freien Finanzspanne. Sie lag im vergangenen Jahr bei rund 99 000 Euro. Heuer ist mit über 300 000 Euro zu rechnen. Laudenbach führte dies vor allem auf die Auflösung des Grundschulverbands mit Ochsenfurt und die Angliederung Frickenhausens an den Eibelstadter Verband zurück. Dadurch verringerte sich die Schulumlage erheblich. Die Entscheidung, die eigene Schule aufzugeben, sei richtig gewesen.

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