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    Margetshöchheim

    Gemeinde entwickelt sich künftig "Innen statt Außen"

    Pro Tag werden allein in Bayern Flächen verbraucht, die rund 14 Fußballfeldern entsprechen. Es gibt aber Gemeinden, die sich dem Flächenfraß eher entgegenstellen. So hat der Margetshöchheimer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig einen neuen Grundsatzbeschluss gefasst, um sich der Förderinitiative "Innen statt Außen" anzuschließen.

    Das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat "Innen statt Außen" (ISA) initiiert; darin haben die Revitalisierung leer stehender Gebäude, die bauliche Nutzung von innerörtlichen Brachflächen und der weitgehende Verzicht auf die Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete oberste Priorität, heißt es auf der Homepage.

    Belohnt werden die Gemeinden mit einer Erhöhung der Städtebauförderung um 20 Prozent; in Margetshöchheim steigt sie damit auf 80 Prozent. Im Gegenzug muss die Gemeinde Selbstbindungsbeschlüsse fassen; Neubaugebiete gibt es nur in erforderlichem Umfang, ein Bedarf ist der Regierung von Unterfranken als Fördermittelgeber nachzuweisen.

    In Margetshöchheim gab es seit 22 Jahren kein Neubaugebiet mehr

    Margetshöchheim war bisher schon restriktiv beim Flächenverbrauch – seit 22 Jahren gab es kein Neubaugebiet mehr. Stattdessen setzt man auf die Innenentwicklung. Die Gemeinde betreibe "aktives Quartiersmanagement", so Bürgermeister Waldemar Bohm (CSU); dazu gehören der Erwerb von Flächen im Altort, etwa die Obsthalle, sowie die großzügige Unterstützung von Sanierungen.

    Zudem schreibt die Gemeinde ein Baugebot vor, das heißt: Bauland muss innerhalb von sechs Jahren bebaut werden. Seit der Bebauung der "Birkäcker" gilt außerdem das "Einheimischenmodell", das für geringere Kosten beim Erwerb von Bauland sorgt und so auch finanziell schwächeren Familien zum Eigenheim verhilft. Darüber hinaus wird die Gemeinde bei neuen Bauflächen 30 Prozent der Flächen für soziale Bebauung einbehalten.

    Für die marode Kinderkrippe braucht es schnell ein Sanierungskonzept

    Wie es mit der Kindertagesstätte weitergeht, beschäftigte die Gemeinderäte erneut. Clemens Bieber, der als 1. Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg in die Thematik eingebunden ist, sprach sich für den Erhalt lokaler Trägerstrukturen aus. Die Zuständigkeiten sollen künftig aber schärfer getrennt werden. Die Gemeinde soll stärker für den baulichen Unterhalt zuständig sein, die Betriebsführung könnte einem gemeinsamen Trägerverein obliegen, in den sich die Gemeinde dann stärker einbringen will. Einig waren sich die Gemeinderäte mit der Diözese, dass für die Sanierung der maroden Kinderkrippe zügig ein Sanierungskonzept erarbeitet werden soll.

    Auch die Freiwillige Feuerwehr (FFW) war Thema. Der 1. Kommandant, Peter Götz, legte seinen jährlichen Bericht vor. Demnach gibt es in der Feuerwehr eine gute Jugendarbeit. Im Blick ist außerdem eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Wehren aus Margetshöchheim, Zell, Erlabrunn und Leinach; ein gemeinsamer Übungsplatz ist in Planung.

    Feuerwehr feiert 150. Jubiläum und sucht nach mehr Aktiven

    Sorge bereitet derzeit die Mannschaftsstärke: um optimal gerüstet zu sein, bräuchte es 82 Menschen in der aktiven Wehr, momentan sind es aber nur rund 60. Wer sich für spannende und erfüllende Aufgaben begeistern kann, soll sich gerne mit der FFW in Verbindung setzen.

    Am Samstag, 25. Mai, beginnen ab 18 Uhr in der Margarethenhalle die Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum der FFW Margetshöchheim. Am Sonntag, 26. Mai, finden ein Gottesdienst und ein Festzug statt.    

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