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    SOMMERHAUSEN

    Gemeinde will sich das Nachbargrundstück sichern

    Für ein Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus hat die Gemeinde Verwendung. Archivfoto: Claudia Schuhmann

    Ein Grundstück in direkter Nachbarschaft zum Rathaus wird einer Gemeinde nicht alle Tage zum Kauf angeboten. In Sommerhausen ist das der Fall, und Bürgermeister Fritz Steinmann (WGS) möchte die Gelegenheit beim Schopf packen. Deshalb stand in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats der Erlass einer Satzung über die Begründung eines besonderen Vorkaufsrechts auf der Tagesordnung.

    Die Gemeinde könnte neben dem besagten Gebäude in der Hauptstraße auch noch ein Grundstück in der Gartenstraße erwerben. Für beide Liegenschaften hätte die Gemeinde Verwendung: In der Hauptstraße sind die Einrichtung einer Bücherei, eines Archivs, einer Sozialstation und von Räumlichkeiten für die Vereine vorgesehen. Auf dem Grundstück in der Gartenstraße könnte eine Garagensiedlung für die Innenentwicklung entstehen.

    Schwierigkeiten bei der Rathaussanierung

    Karl Wenninger (Bürgerliste) äußerte sich skeptisch zum Erwerb, denn das Anwesen in der Hauptstraße sei teuer. Sowohl Wilfried Saak (WGS) also auch Günter Hassold (Bürgerliste) aber plädierten dafür, sich solch eine Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Auch Fritz Steinmann ist unbedingt für den Erwerb des Anwesens. Er erinnerte an die Schwierigkeiten bei der Sanierung des Rathauses vor wenigen Jahren.

    Damals wäre der vorgeschriebene zweite Flucht- und Rettungsweg einfacher herzustellen gewesen, wenn nicht die Zustimmung eines Nachbarn vonnöten gewesen wäre, so Steinmann. „Man weiß nicht, wozu die Gebäude mal gebraucht werden“, sagte er. Zumal Sommerhausen nun über ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) die Innenentwicklung mit staatlicher finanzieller Unterstützung angehen wolle. Der Gemeinderat entschied sich bei zwei Gegenstimmen für die Satzung über das Vorkaufsrecht.

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