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    SOMMERHAUSEN

    Gemeinderäte beklagen Parkchaos am Tierpark

    Die Parksituation, sowohl im Altort wie auch außerhalb, ist ein wiederkehrendes Thema im Sommerhäuser Gemeinderat. Auch in seiner jüngsten Sitzung musste sich das Gremium wieder einmal damit auseinandersetzen.

    Zum Einen hatte ein Gewerbetreibender mit Geschäftsräumen im Altort bei der Gemeinde die Zuweisung eines Stellplatzes abseits der Hauptstraße samt Parkausweis beantragt. Seine Beweggründe legte er in einem Brief an die Verwaltung dar. Er sei, schrieb der Mann, wegen Falschparkens innerhalb von zwei Wochen drei Mal zur Zahlung von zehn Euro verdonnert worden. Dies sei für ihn unerfreulich, weshalb er nun um einen legalen Stellplatz für sein Fahrzeug bat.

    Außerhalb parken ist zumutbar

    Das Ansinnen stieß im Gemeinderat auf wenig Verständnis, der Antrag wurde einstimmig abgelehnt. Einen Parkausweis erhalte nur, wer seinen Wohnsitz im Altort habe, sagte Bürgermeister Fritz Steinmann (WGS). Wer dort lediglich arbeite oder ein Geschäft betreibe, dürfe zum Be- und Entladen sein Fahrzeug ohnehin kurzfristig dort abstellen. Darüber hinaus sei es aber zumutbar, außerhalb des Altortes zu parken und von dort hineinzulaufen. Wenn diesem Antrag stattgegeben würde, könnte jeder, der im Altort arbeite, ebenfalls einen Parkausweis verlangen, argumentierte Thomas Bidner (WGS).

    Angst um die Kinder

    Weitaus drängender scheint indessen die Park-Problematik rund um den Sommerhäuser Tierpark, zu der Gemeinderatsmitglieder immer wieder verärgerte Fragen von Anwohnern erreichen. Das Problem tritt zwar nur an den Wochenenden auf, dann aber massiv. Vor allem die Zufahrtsstraße „An der Tränk“ werde oft komplett zugeparkt, hieß es. Im Bereich des Tierparks besteht dort ein einseitiges Halteverbot.

    Die Gemeinderäte halten diese Situation für gefährlich. Es müsse nur einmal ein Kind zwischen den geparkten Autos auf die Straße springen, dann sei ein Unfall sehr wahrscheinlich. Als besonders kritisch werden die Kurvenbereiche empfunden, die schwer einsehbar sind.

    Entferntere Parkplätze werden kaum genutzt

    Aber: „Wir können nicht mehr machen, als Schilder aufzustellen“, sagte Fritz Steinmann. Die Polizei fahre ohnehin gelegentlich dort entlang und kontrolliere. Was etlichen Gemeinderäten aufgefallen ist: Während die enge Zufahrtsstraße gefährlich dicht zugeparkt ist, gibt es auch bei starkem Besucherandrang oft noch freie Parkplätze am Sportplatz und nahe des Wiesenhofs.

    Als Ursache für die schwache Frequentierung dieser Parkmöglichkeiten vermuten die Räte die Bequemlichkeit der Besucher. Weil man von dort aus ein paar Meter weiter zu Fuß zum Tierpark gehen müsse, seien die Parkplätze weniger beliebt. „Niemand will laufen“, sagte Karl Wenninger (Bürgerliste).

    Rettungswagen kommt nur schwer durch

    Auch ein Zuhörer machte seinen Gefühlen Luft und schilderte, wie er einmal einen Rettungswagen zentimeterweise durch die zugeparkte Tränk zur Wochenendhaus-Anlage hinauf winken musste. Bei einem lebensbedrohlichen Notfall könne es zu fatalen Verzögerungen kommen, so der Sommerhäuser.

    Erfolgversprechende Möglichkeiten zur Beseitigung des Problems scheinen aber rar gesät. Die Idee von Stefan Furkel (Bürgerliste), das Bankett mit Steinen als Parkfläche unbrauchbar zu machen, fand Thomas Bidner schwierig: Es müsse die Möglichkeit bestehen, notfalls über das Bankett auszuweichen. Dann vielleicht direkt auf die Straße aufgemalte Verbotshinweise, so Furkels weiterer Vorschlag. Eine weitere Idee aus dem Gremium: zumindest im Kurvenbereich an beiden Seiten ein Parkverbot einrichten.

    Autofahrer sollen eingewiesen werden

    Für Bürgermeister Fritz Steinmann ist klar: An Wochenenden mit hohem Besucheraufkommen muss sich jemand an die Straße stellen und die Autofahrer einweisen. Er sieht dabei den Tierpark in der Pflicht, der nach Steinmanns Vorstellung einen Mitarbeiter abstellen soll, um diese Aufgabe zu übernehmen. Eine Entscheidung über ein mögliches Vorgehen der Gemeinde wurde nicht getroffen, da das Thema zunächst nur unter dem Punkt „Anfragen“ behandelt worden war.

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