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    Veitshöchheim

    Gemeinderat: Flächennutzungsplan wird nach 18 Jahren fortgeschrieben

    Der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan wird fortgeschrieben.
    Der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan wird fortgeschrieben. Foto: Dieter Gürz

    Der vom Gemeinderat als Corona-Notausschuss eingesetzte Ferienausschuss fasste einstimmig den Grundsatzbeschluss, den Flächennutzungs- und Landschaftsplan fortzuschreiben.

    Ausgangspunkt war laut Bürgermeister Jürgen Götz ein Antrag des Umweltbeiratsvorsitzenden Günther Thein vom 10. Dezember. Da der Landschaftsplan zuletzt 2002 geändert wurde, sei der Umweltbeirat der Auffassung, dass er dringend überarbeitet werden müsse.

    Inzwischen die 14. Änderung verzeichnet

    Die Bauverwaltung stellte dazu fest, dass der Landschaftsplan, der konkrete Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege enthält, in der Regel mit dem Flächennutzungsplan im Rahmen der "vorbereitenden Bauleitplanung" alle zehn bis 15 Jahre fortgeschrieben und angepasst wird.

    Maßgeblich für den Landschaftsplans seien die Ziele des Flächennutzungsplans. Eine davon losgelöste Fortschreibung des Landschaftsplanes sei deshalb für die Bauverwaltung weder sinnvoll noch durchführbar.

    Seit der letzten Gesamtüberplanung im Rahmen der neunten Flächennutzungsplan-Änderung 2002 erfolgten parallel zur Aufstellung von Bebauungsplänen Änderungen wie der Errichtung von Solarfeldern oder der Ausweisung des Baugebiets "Sandäcker", so dass die Gemeinde inzwischen die 14. Änderung verzeichnen kann.

    Pläne sollen als digitale Ausgaben angefertigt werden

    Der Ausschuss schloss sich deshalb der Auffassung an, dass nicht nur beim Landschaftsplan, sondern auch beim Flächennutzungsplan eine Fortschreibung angebracht sei, da nach 18 Jahren andere städtebaulichen Entwicklungsziele als 2002 maßgeblich seien.

    Gleichzeitig bestand das Einverständnis, den fortzuschreibenden Flächennutzungsplan mit dem Landschaftsplan in digitaler Form anfertigen zu lassen, um das künftige Arbeiten sowohl bei der Gemeinde als auch bei der Aufsichtsbehörde zu erleichtern.

    Für die Durchführung des hierfür erforderlichen Bauleitplan-Verfahrens wurde die Verwaltung beauftragt, geeignete Planungsbüros anzufragen.

    Bei der Fortschreibung ist nicht die Gesamtfläche, sondern es sind nur Teile des Gemeindebereiches zu überplanen. Es kann daher laut Bürgermeister das zu erwartende Honorar für die Durchführung um die Hälfte auf 60 000 bis 70 000 Euro reduziert werden.

    Da ein Workshop wegen der Corona-Beschränkungen nicht vor Herbst stattfinden kann und ein Austausch mit Umweltbeirat und Fachleuten angestrebt wird, geht Götz davon aus, dass sich das Verfahren länger hinziehen wird. Dem Antrag Christina Feilers, den gesamten Umweltbeirat zum Workshop einzuladen, erteilte das Gremium eine Absage.

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