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    Kürnach

    Gemeinderat Otto Rüger legt sein Amt nach 24 Jahren nieder

    Bürgermeister Thomas Eberth (Mitte) und die dritte Bürgermeisterin Siggi Bayerl zeichneten Otto Rüger als Dank für seine langjährige Gemeinderatstätigkeit mit dem Ehrenstein der Gemeinde Kürnach aus. Foto: Paul-Jürgen Blum

    Otto Rüger – für viele Bürger in Kürnach ein Begriff. Seit Mai 1996 gehörte er dem Gemeinderat ununterbrochen an und war zwischenzeitlich Dritter Bürgermeister. Doch rund ein halbes Jahr vor der Kommunalwahl 2020 hat er seinen Rückzug aus dem Gemeinderat bekanntgegeben.

    Bei der Gemeinderatswahl 2014 erhielt er 1416 Stimmen, so viele wie kein anderer in der SPD. Deren Ortsvorsitzender ist er bereits seit 1993 und wird es zunächst auch bleiben. Die Entscheidung, sich aus dem Gemeinderat zurückzuziehen, ist schon etwas länger in ihm gereift. Zunächst habe er sich vorgenommen, bei der nächsten Wahl nicht mehr anzutreten. Die Idee, doch wieder anzutreten und den Platz direkt nach der Wahl an einen Genossen abzugeben, habe er schnell wieder verworfen. "Das wäre einfach unehrlich", sagte Rüger. Eine Entscheidung, die ihm viel Lob und Respekt von seinen Gemeinderatskollegen einbrachte.

    Mehr Zeit für die Familie

    Warum er sein Amt nach knapp 24 Jahren abgibt? Zum einen aus gesundheitlichen Gründen, vor allem aber, um mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. Vier Kinder und sieben Enkelkinder gehören dazu. In den letzten Sommerferien habe er viel Zeit mit diesen verbringen können, und dabei gemerkt, wie kostbar diese ist. Dennoch sei ihm die Entscheidung, das Amt aufzugeben, nicht leicht gefallen.

    Eberth zeichnete Rüger als Dank für seine Verdienste mit dem Ehrenstein der Gemeinde Kürnach aus und überreichte ihm einen Präsentkorb. Und bereits 2016 wurde er von Landrat Eberhard Nuß und Eberth mit der Kommunale Dankurkunde des Bayerischen Innenministeriums ausgezeichnet.

    Bekannt für sein "Käsebrot danach"

    Auch die Fraktionen im Gemeinderat dankten ihm. Johannes Sieß (CSU) sagte zu Rüger, es sei "schade, dass dich die Gemeinde verliert". Als Präsent überreichte er ihm einen Laib Brot und vier Stücke Käse in den Farben grün, orange, blau und rot. Also einen für jede Partei, die im Gemeinderat sitzt. Auch Manfred Dülk (UWG-FW) meinte, es sei unvorstellbar, dass Rüger bald nicht mehr im Gremium sei. Von ihm gab es ebenfalls eine Präsentbox mit Käsegutscheinen, denn Rüger sei bekannt gewesen für das "Käsebrot danach". Mit dem Ausscheiden von Rüger änderte die SPD auch ihre Aufgaben in der Fraktion. Der bisherige Fraktionsvorsitzende Alexander Schraml übernimmt ab sofort die Stellvertretung, während der SPD-Bürgermeisterkandidat René Wohlfart den Vorsitz übernimmt.

    Bürgermeister Thomas Eberth eröffnete die Sitzung als "eine mit Abschied, aber auch eine mit Neubeginn". Für Rüger rückt Ilse Gebhardt-Gögercin in den Gemeinderat nach, die sich darüber freute, "wieder mit dabei zu sein", denn zwischen 2008 und 2014 war sie bereits Mitglied des Gemeinderates. Sie werde sich mit vollem Einsatz für die Gemeinde einbringen, auch wenn Rüger, das "kommunalpolitische Urgestein", eine riesengroße Lücke hinterlasse.

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